Die Beschwerden über Jugendliche im Stadtgebiet werden immer lauter

Mal beschmieren sie irgendwelche Hauswände, mal hinterlassen sie Flaschen und Unrat auf Spielplätzen, an Sitzbänken in Grünanlagen oder Schutzhütten und wieder ein anderes Mal geht es um das strafbare Thema Kiffen im öffentlichen Raum sowie Sachbeschädigung. In den sozialen Medien werden diese Themen offen diskutiert und viele schreiben und fragen dort, wo sind die Erziehungsberechtigten? Die mangelnde Jugendarbeit, die fehlenden Jugendzentren und der eingeschränkte Schulunterricht werden zusätzlich thematisiert. Auch wir von der Kölner Stadtteilliebe werden immer wieder angeschrieben und fragen uns, was können wir daran ändern? Geschlossene Sportanlagen, aufgestaute Kraft, fehlender Ausgleich und eine natürliche Entwicklung ohne Dummheiten scheinen, noch weiter verstärkt durch die Corona Bestimmungen, der Auslöser zu sein. Wir alle haben uns Kinder gewünscht oder haben zumindest welche im Umfeld, doch kommen wir auch für die damit verbundenen Verpflichtungen auf? Kinder und Jugendliche brauchen Aufmerksamkeit und sind die Leidtragenden der momentanen Zeit, sie schreien förmlich danach.

Darum hoffen wir, dass durch diese Zeilen diese Themen im Familienverbund einmal speziell thematisiert werden. Es sind nicht die Fremden, die Unfug machen, es sind oft die eigenen Kinder, auch wenn man das nicht glauben möchte, bis die Polizei vor der Tür steht.