Die Welt ist groß, bunt und alle warten nur darauf, diese wieder zu bereisen

Was war das eine verrückte Zeit, seit Monaten sitzen wir zuhause und ein Großteil unserer Bevölkerung würde doch so gerne wieder reisen. Doch die Welt war zu, viele Hotels geschlossen und für Privatpersonen war es sogar untersagt. Demnach wurde der Verwandtschaftsbesuch seit Monaten geschoben, eine Städtefahrt zwar geplant und unzählige Auslandsaufenthalte gebucht, aber oft kurzfristig auch wieder abgesagt. Ganz schlimm hat es unter anderem Mallorca getroffen, menschenleere Flughäfen, kaum Gäste auf der Insel und eine Stimmung wie vor 30 Jahren. Residenten erzählen: Es war eigentlich ganz schön, es war so ruhig, doch auf der anderen Seite war es unglaublich erschreckend. Manche Orte ähnelten einer Geisterstadt und was ganz schlimm war, diese sichtbare Armut. Denn nicht nur die Hotels und Restaurants waren verwaist, auch unzählige Mitarbeiter haben dadurch ihren Job verloren und saßen auf einmal im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße. Man muss wissen, das Sozialnetz Spaniens ist anders aufgestellt als bei uns in Deutschland. Es gibt unzählige Saisonarbeiter, welche den Winter überbrücken und im Frühjahr wieder einsteigen. Wegen Corona hatten sie keine Chance dazu und so mancher hat alles verloren, was er hatte. Zum Glück gibt es Hope Mallorca, das ist die Tafel der Insel und ganz viele Kölner wurden aktiv und unterstützen diese. Lebensmittel, Hygiene-Artikel, Spielsachen für die Kinder, selbst Kleidung wird durch Eigeninitiative auf die Insel gebracht. Ganz groß ist darin Ute Schoormann hier aus Köln. Alle 14 Tage wird gefahren, um die Menschen auf ihrer Lieblingsinsel zu unterstützen. Doch jetzt gibt es langsam auch wieder Hoffnung und es scheint, bald können wir alle wieder am Strand sitzen und den Sonnenuntergang beobachten. Damit entspannt sich dann auch die Lage auf der Sonneninsel der Deutschen. So hat die erste Reisewelle schon begonnen. Der Eine fährt also schon nach Malle, der Andere nach Holland oder in die Provence und wieder andere sitzen in der Dominikanischen Republik und senden schöne Fotos in die Heimat. Auch werden schon wieder die hiesigen Bordinghäuser, Hotels und Pensionen gebucht, damit die Oma mal wieder nach Köln kommen und die Vorteile einer Großstadt genießen kann. Gerade unser Stadtgebiet hat eine breite Palette an Angeboten und Abwechslung. Ein schöner Abend am Rhein, eine Fahrrad-Tour vorbei an kulturellen Sehenswürdigkeiten und eine Kunstwoche mit lieben Freunden sind neben dem Kölner Dom und den Kirchen sicher für Auswärtige immer wieder ein Erlebnis. Auch eine Bootstour und ein Besuch in unseren schönen Parks kann die Wiedersehensfreude unterstützen. Gerade für die ältere und geimpfte Gesellschaftsschicht ist es bestimmt eine große Freude.