Foto Ulrike Fackert

Wer sind Sie? Erzählen Sie uns bitte etwas über sich.
Mein Name ist Dieter Maretzky, ich kam 1968 aus Nürnberg nach Köln zum Studium. Hier studierte ich Bibliothekswesen, denn Bücher waren schon immer meine Leidenschaft. Im Jahr 1974 zog ich mit meiner Frau Jutta nach Weiß, weil ich begann, in der Schul- und Gemeindebibliothek in der Gesamtschule zu arbeiten. Da fing meine Rodenkirchener Geschichte an.

Was verbindet Sie mit dem Kölner Süden?
1976 planten wir, ein Haus zu kaufen. Erst Haus, dann Kinder. Nach langem Suchen wurden wir in Weiß fündig. Drei Kinder aufgezogen, Engagement in der Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V. seit 1974, Pflege der Partnerschaft mit Wattignies bei Lille, da gibt es sehr viel zu erzählen.

Wo ist Ihr Lieblingsveedel und warum?
Kann man nur eines haben? Weiß, weil ich da wohne. Rodenkirchen, weil ich da so viele nette Menschen kenne. Immendorf wegen seiner Insellage. Sürth, weil es so verschieden ist. Godorf, weil man das Dorf suchen und finden muss. Meschenich, weil es die Zuwendung benötigt.

Was können Sie zur Vergangenheit im Kölner Süden sagen?
Unser Rodenkirchener Kapellchen ist ein Beispiel für die lange Siedlungsgeschichte, aber schon die Römer haben hier gelebt und gearbeitet.

Sind Sie ein Karnevalsfreund, mögen Sie die fünfte Jahreszeit und verkleiden Sie sich? Wenn ja als was…
Da ich ein Immi bin, gerne als kölscher Jung. Karneval habe ich mir immer als meine Privatangelegenheit angesehen und bin begeistert, was die ehrenamtlich aktiven Karnevalisten leisten: Dreigestirn, Karnevalszug, Sitzungen und mehr!

Sind Sie in einem Verein oder engagieren Sie sich ehrenamtlich?
Nicht nur in einem, das dürfte bekannt sein, dafür bekam ich 2017 den Ehrenamtspreis der Stadt Köln und die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland.

Foto Ulrike Fackert

Vorstand der Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V. / v.l. Reihe 1: Ursula Hölz, Silvia Behrendt, Dieter Maretzky, Barbara Brunotte, Beatrix Polgar-Stüwe und v.l. Reihe 2: Jürgen Müller, Wolfgang Behrendt, Hanspeter Hienzsch Foto: Ulrike Fackert

Wo finden Sie es richtig schön im Kölner Süden? Wo halten Sie sich gerne auf?
Am Rhein, Weißer Bogen, Finkens Garten, Lüchbaum, im Forstbotanischen Garten.

Was gefällt Ihnen im Kölner Süden überhaupt nicht? Was nervt? Wo sind für Sie Schandflecke?
Die immer noch geplante Zerstörung des Naturschutzgebietes Sürther Aue in Godorf.

Wo ist Ihr Lieblingslokal und warum?
Da bin ich recht nach Lust und Laune unterwegs: Il Pazzo in der Mittelstraße, das Bootshaus „Alte Liebe“, die Quetsch, Sylter Cafe am Maternusplatz, Hinger dr Heck in der Wilhelmstraße, das Bistro verde hinter Walterscheidts sowie das Restaurant Orchidee im Sommershof. Ach, ich kann wirklich nicht alle nennen.

Was fehlt Ihnen im Kölner Süden?
Das Vita verde ist zwar hervorragend und bietet sehr gute Naturkost, aber wir brauchen ein größeres Angebot in diesem Bereich.

Und was finden Sie ist einzigartig hier?
Die großen Wald- und Grüngebiete, in denen ich gerne bin.

Über wen, würden Sie gerne etwas aus dem Kölner Süden erfahren?
Über die Schüler aus dem Jugendforum Rodenkirchen. Ich bin begeistert, dass sie sich so engagieren.

Welche Worte würden Sie gerne den Menschen mit auf den Weg geben?
Miteinander reden ist immer besser als übereinander.

Und was sind Ihre Zukunftsgedanken an Ihr Stadtgebiet?
Ein Jugendzentrum oder Jugendschiff, ein großer Bürgersaal, ausreichende Schul- und Kitaplätze – nur eine kleine Auswahl.