Dr. med. Karin Müller äußert sich in einem Gespräch mit der StadtteilLiebe zur Krebserkrankung :

In der heutigen Zeit der medizinischen Fortschritte bedeutet eine Krebserkrankung nicht unbedingt eine Verkürzung der Lebenszeit aber ist ein in das Leben einschneidender Prozess, der eine Veränderung  der bisher gewohnten Lebensqualität folgen lässt.

Die Ursachen der Krebsentstehung sind vielfältig,  neben genetischen Faktoren der Krebsentstehung können andere Faktoren wie Übergewicht,  Rauchen, Alkohol, Stressbelastungen, Umweltbelastungen und Infektionen an der Krebsentstehung negativ beteiligt sein. Hier ist in der Forschung weiterhin Handlungsbedarf, um neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Fest steht jedoch, dass jeder Mensch selber Präventionsmaßnahmen ergreifen kann,  d.h. vorbeugen kann,  um Krebszellwachstum in seinem Körper nicht entstehen zu lassen.

Gemüse,- und Obstreiche Ernährung, Verzicht aufs Rauchen, Alkohol nur in Maßen sowie Reduktion von Stress und regelmäßige Bewegung stehen hier ganz oben an. „Ein Abmühen im Fitnessstudio ist dabei noch nicht einmal erforderlich. Täglich die besagten 10000 Schritte zu gehen sind ein großer Schritt zur eigenen Gesundheitsförderung“ rät Frau Dr. Müller, „am besten bei Tageslicht. d.h. die Mittagspause nicht nur in der Kantine sitzen,  sondern raus und sich bewegen“.

Neuere Erkenntnisse zeigen nämlich auch einen Zusammenhang zwischen Vitamin D Mangel (Sonnenlichtvitamin) und Krebsentstehung. Durch fehlendes Sonnenlicht kann nicht genügend Vitamin D im Körper produziert werden. In der heutigen Zeit,  bedingt durch tristes Wetter und lange Arbeitszeiten sinkt insbesondere auch im Winter der Vitamin D Spiegel ab.“ Da hilft selbst ein 14 tägiger Spanienurlaub nicht unbedingt weiter. Werte unter 10 mg/dl gelten als bedrohlich, Der untere Grenzwert bei dem man von einem Mangel sprechen kann liegt je nach Labor zwischen 20 -30 mg/dl. Als optimal präventiv gelten Werte zwischen 80-100 mg/dl. Vitamin D ist mit ausreichend viel Calcium und Bewegung auch notwendig, um einer Osteoporose vorzubeugen“.

Frau Dr. Müller rät, den Vitamin D Spiegel  beim Arzt bestimmen zu lassen. „ Nur eine genaue Analyse lässt eine genaue Therapie zu. In meine Praxis kommen sehr oft Patienten,  die Vitamin D schon lange niedrig dosiert einnehmen und sich wundern, wieso der Spiegel so niedrig ist. Die richtige Dosis des, für den eigenen Körper einzunehmenden Vitamin D muss errechnet werden. und orientiert sich an dem eigenen Körpergewicht. B-Vitaminmängel, Vitamin C Mangel sowie Mineralstoffmängel sind ebenfalls mit an Krankheitsentstehung beteiligt. Hier sind Vollblutanalysen in spezialisierten Laboren durchzuführen, wodurch  man feststellt, was dem Körper tatsächlich zur Verfügung steht. Die gezielte Zuführung der fehlenden Vitamine und Mineralstoffen sowie Spurenelemente ist aus ärztlicher Sicht ein Muss und birgt auch keine Gefahr der Überdosierung, die fälschlicherweise immer wieder auch in den Medien negativ diskutiert wird. Eher ist die ungezielte Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln gefährlich und oft auch teurer, weil man bei  fehlender Wirkung immer wieder neue Produkte kauft, von denen man liest oder die man über Mundpropaganda empfohlen bekommt“.

Dr. med. Karin Müller
Fachärztin für Allgemeinmedizin
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