Im Jahr 2019 bestritten 74 % der Erwachsenen zwischen 18 und 64 Jahren in Deutschland ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch ihre eigene Erwerbstätigkeit. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand von Ergebnissen des Mikrozensus weiter mitteilt, waren das 37,8 Millionen Personen. Unterschiedlich hoch waren die Anteile bei Männern und Frauen: 80 % der Männer und 68 % der Frauen zwischen 18 und 64 Jahren lebten überwiegend von ihrer Erwerbstätigkeit.

Bevölkerung am Hauptwohnsitz in Privathaushalten 2019

9 % aller 18- bis 64-Jährigen (4,4 Millionen) lebten 2019 hauptsächlich von öffentlichen Leistungen (ohne Renten und Pensionen). 12 % nannten als Haupteinkommensquelle Einkünfte von Angehörigen (zum Beispiel von Partnerin beziehungsweise Partner oder den Eltern). Das traf auf 6 % der Männer und 18 % der Frauen zu. Insgesamt waren das 6,1 Millionen Personen.

Für Personen im Alter ab 65 Jahren waren im Jahr 2019 Renten- und Pensionszahlungen die Haupteinkommensquelle (89 % oder 15,3 Millionen Personen). Bei den Männern waren es 92 %, bei den Frauen 87 %. Fast jede zehnte Frau (9 %) in diesem Alter bestritt ihren Lebensunterhalt vorwiegend durch Einkünfte von Angehörigen (Männer: 0,5 %).

Immer mehr Frauen leben überwiegend von eigener Erwerbstätigkeit

Der Anteil der 18- bis 64-Jährigen, die nach eigenen Angaben überwiegend von ihrer eigenen Erwerbstätigkeit leben, hatte im Jahr 2000 noch bei 63 % gelegen. Das waren rund elf Prozentpunkte weniger als 2019. In dieser Altersgruppe bezogen 52 % der Frauen und 74 % der Männer im Jahr 2000 die Mittel für ihren Lebensunterhalt aus eigener Erwerbstätigkeit. Zum Jahr 2019 stiegen diese Werte folglich um sechs Prozentpunkte bei den Männern und 16 Prozentpunkte bei den Frauen.

Im Vergleich der Jahre 2000 und 2019 ist der Anteil der 18- bis 64-jährigen Frauen, die ihren Lebensunterhalt überwiegend durch Einkünfte von Angehörigen beziehen, von 29 % auf 18 % gesunken. Der Anteil der 18- bis 64-Jährigen, die überwiegend von öffentlichen Leistungen (ohne Rente und Pensionen) leben, hat sich seit dem Jahr 2000 nicht verändert; er lag zu beiden Zeitpunkten bei rund 9 %.

(Text: PR Destatis)