Durch die Corona-Situation sind wir alle verunsichert, nachdenklich und in einem Ausnahmezustand.

 

Die Nachrichten überschlagen sich. 

Herrscht auch überall Angst, Unsicherheit und befinden wir uns in einem Ausnahmezustand sollten wir auch aufhören uns verrückt zu machen. Hamsterkäufe, Panik und Hysterie bringt keinem etwas. Achtsamkeit und Zurückhaltung sowie Solidarität ist jetzt gefragt. Dazu kommt in jedem Negativen steckt auch etwas Gutes.

Die Menschen denken wieder mehr nach, sprechen miteinander und alte Benimmregeln bekommen wieder Wertigkeit. Demut und Dankbarkeit kommen zurück in die Gesellschaft. Wir besinnen uns mal wieder auf das Wesentliche. Jeder beantwortet für sich die Frage: Was ist wirklich zurzeit wichtig und was nicht? Viele Ansichten verändern sich ständig mit den neusten Nachrichten. Auch wird das Leben entschleunigt und manche gehetzte Seele findet jetzt vielleicht mal wieder Ruhe.

Die Familie, die Freunde und das soziale Umfeld bekommt ein neues Gesicht und das lokale Leben einen hoffentlich zurückgewonnenen Stellenwert.

Auch wird uns allen vielleicht einmal bewusst, in welchem Luxus und in welcher Freiheit wir alle leben. Wir konnten quasi bis dato alles machen, uns alles leisten und standen auf der Sonnenseite des Lebens. Wir hatten und haben alles im Überfluss, egal um was es geht. Wir beschweren uns über momentane Einschränkungen, statt einmal darüber nachzudenken, dass es dem Großteil der Weltbevölkerung schlecht ergeht. Viele Menschen arbeiten, damit sie überleben und wir beschweren uns, weil wir uns einmal reduzieren sollen? Natürlich möchte ich die Sorge um die Gesundheit und die Existenz in keinem Fall herunterschrauben, denn auch ich habe Existenzängste. Und denke stundenlang darüber nach. Vieles, was von oben bestimmt wird, empfinde ich als unfassbar und es macht mir Sorgen. Doch möchte ich Corona auch etwas Positives abgewinnen.

Es ist eine Herausforderung an uns alle und ein großer Lernprozess.

Durch Corona geht es immer weniger um höher, weiter, schneller.

Es geht wieder um Selbstfürsorge, Verständnis, Nächstenliebe und klein und fein im nahen Umfeld.

Neben ständiger Hygiene achten wir viel besser auf den Körper, auf unser Immunsystem. Auch ernähren wir uns gesünder, stärken uns an der frischen Luft, solange wir es noch dürfen und setzen uns mal wieder tiefer mit Dingen auseinander. Corona lernt uns aktiv zu sein in Dingen, die wir schon fast verlernt und verloren haben. Wir lernen unsere Gesundheit zu schützen und ziehen Grenzen, um anderen nicht zu schaden. Sind wir erkältet, bleiben wir zu Hause und haben wir Risikogruppen im direkten Umfeld, gehen wir anders damit um. Die Worte: Sterblichkeit und die Werteveränderung sind so aktuell wie nie.

Durch Corona können wir alle lernen, über unsere Ängste hinauszuwachsen und viele Dinge, die weit weg waren, können ganz nah an uns heranrutschen. Corona ist eine Menschenprüfung und vieles wird ein neues Gesicht bekommen.

Die Verbreitung des Virus muss so klein wie möglich gehalten werden, damit das Gesundheitssystem nicht zusammenbricht. Darum ist „Weniger“ und „Überlegter“ für mich auch eine neue Chance.

Darum telefoniere ich zurzeit viel und bleibe bei Risikogruppen auf Abstand.

Auch biete ich meiner älteren Nachbarschaft und kranken Personen Hilfe an. Einkäufe in handelsüblichen Mengen und aus den lokalen Geschäften stelle ich vor die Tür, auch mache ich Botengänge und höre ihnen zu, wenn sie ein offenes Ohr brauchen. Vereinsamung, Alleingelassensein mit Ängsten versuche ich aktiv entgegenzuwirken.

Darüber hinaus lese ich mich z.Zt. sehr intensiv in die verschiedensten Themen ein. Denn auch ich mache mir über die gelebte Stadtteilliebe viele Gedanken.

•             Wie geht es nach der Krise weiter?

•             Wo sind tolle kulturelle Veranstaltungen, Naherholungsgebiete und Besonderheiten, die wir im Sommer in der Nähe wieder besuchen dürfen und können?

•             Was ist mit unserem Handel, den Sportstätten und Gastronomien?

•             Wie können wir helfen das Theater, Kleinstunternehmen, Musiker und Künstler überleben?

•             Was können wir alle machen, dass unsere Lebensqualität erhalten bleibt?

•             Wie wird das Leben nach der Pandemie ausschauen?

•             Wie geht es weiter mit dem Format „Kölner Stadtteilliebe“?

Viele Fragen, auf die ich z.Zt. noch keine Antwort habe. Darum versuche ich so normal wie möglich zu Hause weiterzuleben und einen guten Job zu machen.

Ich hoffe, in ein paar Wochen ist es vorbei und unser Verhalten war positiv.

Unternehmer zu sein bedeutet etwas zu unternehmen und nicht in Stockstarre zu verfallen. Ich handhabe es wie die Handwerker auf der Baustelle gegenüber und arbeite weiter. Obwohl ich nicht abstreiten kann, es fällt auch mir schwer. Doch bin ich jetzt aktiv für die Zeit danach, denn das Leben wird weite gehen und wir dürfen nicht den Kopf in den Sand stecken.

Ich hoffe, ich werde es im Interesse für uns alle schaffen und ich hoffe, dass mich viele darin auch im eigenen Interesse unterstützen.

Darum plane ich weiter, mit dem Bewusstsein es kurzfristig vielleicht absagen zu müssen, am 10. Mai am Muttertag die kostenlose Kulturfrühling-Veranstaltung auf dem Maternusplatz mit HaJü Greve (https://urbanlife-eg.de/ ). Er ist der Erbauer der Bücherschränke und der Erfinder von „Kultur im Stundentakt“ und ein ganz wundervoller Mensch. Wir besprechen uns täglich, da wir noch auf der Suche nach Kulturschaffenden sind, die sich zeigen möchten, um gemeinsam ein hochwertiges Programm zu präsentieren. 
Auch behalten das Villahotel Rheinblick und ich, den verschobenen Nachbarschaftstalk im Villahotel Rheinblick, den wir leider absagen mussten, im Auge und werden diesen so schnell wie möglich nachholen. Der Bedarf, die Nachfrage und die Anmeldezahlen waren nämlich super.

Weiß ich auch nicht wann, weiß ich auf jeden Fall schon eins: Zusammen ist vieles möglich.

Darum glaube ich auch fest daran, dass im Juni eine neue Printausgabe der Kölner Stadtteilliebe herauskommt und wir dann wieder zurück in unser gewohntes, aber mit Sicherheit geändertes Leben kommen, mit Freude, lokalem Handel und schönen Momenten.

Denn der Kölner Süden gehört zu den dynamischsten, wachstumsreichsten und stetig weiter entwickelnden Stadtbezirken von Köln. Auch ist der Kölner Süden (für mich) eins der schönsten Stadtgebiete. Unzählige Bürger sind und werden nach der Krise zu uns ziehen und mit den Altbürgern das Leben gestalten. Dieses Leben in vielen Fassetten heißt es dann wieder von seinen schönsten Seiten zu zeigen. Auch wird bestimmt wieder der Stadteiltourismus wachsen und die lokale Wirtschaft und die öffentlichen Räume beleben. Anwohner*innen, Unternehmer*innen und lokale Akteur*innen werden die Beeinträchtigung der Lebensqualität durch zurückliegende Belastungen bestimmt mit viel Kraft positiv unterstützen, denn eins wollen wir alle, die Stadtteilliebe genießen, leben sowie erleben. 

Wir sind und werden alle gefragt sein, doch ich glaube fest an uns und den schönen Kölner Süden und ich verspreche schon heute, ich helfe wo ich kann.

Ich bin mir sicher, Straßenzüge und Grünflächen im Quartier werden schon bald mit viel Leben gefüllt sein, auch werden die Geschäfte bald wieder zu magischen Anziehungspunkten, den eins wird uns die Krise gezeigt haben, ohne lokalen Handel hätten wir das alles nicht überstanden. 

Veedel lieben- Veedel leben heißt sich zusammen dafür einsetzen. Darum beginne ich in der schwersten Zeit, nun in meinem Homeoffice schöne Berichte zu sammeln und freue mich, wenn mich meine Partner nicht im Stich lassen und weitere dazu kommen, weil sie, wie ich, an unser Stadtgebiet glauben und sich zeigen möchten.

Bitte sehen Sie dieses lange Schreiben nicht als Werbeschreiben für mich an, sondern sehen Sie es als Aufforderung an uns alle. Ich möchte Sie bitten die Medien als einen wertvollen Partner der Gesellschaft anzusehen. Hätten wir die Medien z.Zt. nicht mit all ihren Vor- und Nachteilen, wären wir alle nicht informiert über das (Welt-)Geschehen.

Darum heißt es auch die Medien zu unterstützen, weil diese Krise zeigt, dass wir sie brauchen! Und so brauchen wir auch nach meiner Ansicht die Kölner Stadtteilliebe als lokales Format, um zu zeigen, was wir alles haben! Ich bündele die schönen Dinge und sage immer „die Kölner Stadtteilliebe ist ein Gemeinschaftswerk, worin ich versuche, das Beste zu geben.“

Der Erfolg, die Synergien, das Netzwerk, die Verbreitung der Inhalte jeglicher Art liegt an der Offenheit der Menschen, darum bitte ich mit meinen langen Zeilen verständnisvoll umzugehen.

Ich bin neben der Macherin auch Bürgerin in unserem schönen Stadtgebiet und appelliere an den Zusammenhalt in jeglicher Form, denn das Leben ist jetzt und geht morgen weiter, daran arbeite ich privat und beruflich mit voller Leidenschaft. 

Darum wünsche ich Ihnen von Herzen, bleiben Sie gesund und antworten Sie mir gerne im Wohlinteresse für unser schönes Stadtgebiet.

Ihre 

Ute Schmidt