Aktuelle Ausbaustufe verzögert sich bis Ende des Jahres

Die Verwaltung hat eine Beschlussvorlage eingebracht, nach der in den kommenden drei Jahren ab Anfang 2022 bis 2024 die E-Ladeinfrastruktur um weitere 1.000 Ladepunkte im öffentlichen Straßenraum ausgebaut werden sollen. Damit wird ein nahtloser Übergang der 2021 endenden ersten Ausbaustufe erfolgen. Aktuell werden stadtweit an 200 Standorten im öffentlichen Straßenland insgesamt 400 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge eingerichtet.

In der nächsten Ausbauphase werden an neuen Standorten im gesamten Stadtgebiet Lademöglichkeiten entstehen und gleichzeitig besonders attraktive und bereits bestehende Standorte bei Bedarf erweitert. Im Rahmen der weiteren Ausbauplanung sind die Bürger*innen sowie die Kölner Unternehmen aufgerufen Vorschläge zu machen, an welchen Stellen die Einrichtung weiterer Lademöglichkeiten sinnvoll sein könnte. Diese Vorschläge werden auf technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit geprüft und – sofern eine verkehrliche und technische Umsetzung machbar ist – der Politik zur Beschlussfassung vorgelegt.

Andrea Blome, Beigeordnete für Mobilität und Liegenschaften, begrüßt den Ausbau:

Es ist wichtig, dass wir die weiteren Weichen für die Bereitstellung der Infrastruktur für E-Autos stellen. Damit leisten wir unseren Beitrag, um die vom Klimarat empfohlenen Ausbauziele für die Ladeinfrastruktur zu erreichen.

Diese sehen vor, dass bis zum Jahr 2030 etwa 3.200 öffentlich zugängliche Ladepunkte entstehen.

Wir sind davon überzeugt, dass wir mit der zweiten Ausbaustufe den Kölner*innen einen weiteren Anreiz geben können, auf E-Mobilität zu setzen,

so Blome weiter.

Erste Ausbaustufe verzögert sich voraussichtlich bis Ende des Jahres

Die nach dem Umsetzungsbeschluss von 2019 aktuell noch laufende erste Ausbaustufe von insgesamt 200 E-Ladesäulen mit 400 Ladepunkten wird voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen sein. Der ursprüngliche Zeitplan bis Mitte des Jahres hat sich insbesondere durch Kapazitätsengpässe im Baugewerbe sowie Corona bedingte Verzögerungen bei der Bauausführung nicht einhalten lassen.

In den kommenden Wochen und Monaten wird sich die Zahl der Ladesäulen jedoch deutlich steigern.

Wir sind engagiert dabei, den Infrastrukturaufbau für Elektromobilität in Köln zu unterstützen. Bis Mitte des Jahres wollen wir rund 200 Ladepunkte errichtet haben. Weitere 100 werden bis Ende September und die ausstehenden dann bis Ende des Jahres in Betrieb sein,

so Projektleiter Dr. Michael Paul der Stadtwerke Köln (SWK), die von der Stadt mit der Umsetzung beauftragt sind. Die öffentlichen Standorte der Ladesäulen sind auf das gesamte Kölner Stadtgebiet verteilt. Dies schließt Geschäfts- und Wohnstraßen gleichermaßen ein.

Wir mussten für mehr als 80 der vorgesehenen 200 Standorte Ersatz suchen, da sich die Gegebenheiten vor Ort mittlerweile geändert hatten oder sich die technische Anschlusssituation als problematisch erwiesen hat. Wir haben in den vergangenen Monaten bessere Standards entwickelt und eine deutliche Lernkurve bei allen Beteiligten erzielt. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Monate sind wir flexibler und schneller in den nötigen Abstimmungen geworden,

so Dr. Paul.

Die Verwaltung schlägt vor, dass die SWK, die inzwischen Erfahrungen damit gemacht hat, mit der zweiten Ausbaustufe betraut wird. Auf diese Weise kann auch eine schnelle Erweiterung der bestehenden Standorte vorgenommen werden.Ladeinfrastruktur im öffentlichen Straßenraum

Zum Hintergrund

Die Vorteile von elektrisch betriebenen Fahrzeugen sind vielfältig. Sie stoßen während der Fahrt keinerlei Schadstoffe oder Treibhausgase aus und fahren leiser als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Mehr Elektrofahrzeuge in Köln bedeuten eine Verbesserung der Luftqualität und weniger Lärm. Die Förderung der Elektromobilität ist somit einer der Schlüssel für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Verkehrsentwicklung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu einer umweltfreundlichen Gestaltung des Verkehrs in unserer Stadt.

Insgesamt stehen aktuell 370 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Köln zur Verfügung. Davon etwa 330 im halböffentlichen Raum und 40 im Straßenraum. Eine Übersicht ist zum Beispiel unter https://www.tanke-netzwerk.de/ (Ladepunkte der RheinEnergie) oder https://www.bundesnetzagentur.de abrufbar. Mit den von der SWK umzusetzenden Ladepunkten im öffentlichen Straßenraum und weiter zu erwartenden Ladepunkten auf öffentlich zugänglichen Gewerbegrundstücken werden bis Jahresende rund 800 Ladepunkte in Köln zur Verfügung stehen.Ladepunkte der RheinEnergieBundesnetzagentur

Des Weiteren unterstützen die Bundesregierung und das Land Nordrhein-Westfalen alle Interessenten bei der Anschaffung eines Elektrofahrzeugs und beim Aufbau von Ladestationen auf privaten Grundstücken.Weitere Informationen

(Text:Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Robert Baumanns)