Echt! Authentizität! Verständnis!

Echt! Authentizität! Verständnis!

Die Balance zwischen Inszenierung und echtem Leben bewahren.

Heute wird es oft weggecoacht, das eigene Ich – dabei ist es so wertvoll. Oft fängt es schon in der Kindheit an: Mit drei zur musikalischen Früherziehung, mit fünf zum Englischkurs und mit spätestens sieben ins Ballett. Freie Entfaltung und Ausprobieren ist oft für viele Kinder nicht mehr möglich, da nur Leistung zählt und das setzt sich oft bis ins hohe Alter fort. Für diese Kinder ist es ganz normal, sich nach Perfektionismus zu sehnen und im Ruhm des Könnens zu ergötzen. Es zieht sich wie ein Band durch das Leben – immer höher, weiter, besser. Im erwachsenen Alter tun sich solche Menschen oft schwer und schlittern von einer toxischen Beziehung in die nächste. Wahre Gefühle und das eigene Ich kennen sie oft nicht mehr. Dafür wissen sie, wie man sich in Pose setzt, bei einem Business-Talk unterhält und auf Gefühl verzichtet. Dabei ist es so schön, authentisch zu sein, Gefühle zu zeigen und das zu leben, was man ist. Es ist so wundervoll, zu sich selbst und den eigenen Bedürfnissen zu stehen, sich zu akzeptieren, auch in Schwächen sowie Halb-Talenten, sich nicht zu verstecken, sondern stolz zu sein, so wie man ist. Denn jeder Mensch ist einzigartig, jeder Mensch ist und kann etwas besonders gut und jeder Mensch hat Fähigkeiten, die einem anderen verwehrt bleiben. So muss nicht alles perfekt sein, es darf auch das Sprichwort „Fünfe gerade sein lassen“ im Leben existieren. Auch sollte man ehrlich darüber kommunizieren, was die eigenen Wünsche und Ziele sind. Man sollte sich ein Umfeld mit gleichen Werten suchen und sich dadurch schlussendlich selbst treu bleiben. Denn alles im Leben ist eine Frage des Geschmacks, der Ansicht und der Einstellung. Was dem einen hoch und heilig – ist dem anderen egal. Was der eine als normal empfindet, ist für einen anderen ein Super-Talent. Dass Respekt, Wertschätzung und Vielfalt erstaunlich nah beieinander liegen können, merken viele Menschen gar nicht mehr, da sie diese Dinge nur noch aus dem Coaching kennen, statt empathisch durch die Welt zu gehen. Versteht sich der Mensch als Teil des Systems, wird die Umwelt nämlich zur Mitwelt und nicht zur Konkurrenz. Erst wenn der Mensch wieder aus dem Bauch und Herz heraus handelt, offen für Gespräche mit anderen Ansichten ist, tolerant, gönnend und großherzig, lebt er ehrliche Partnerschaften.

Menschen wollen nicht schuld am Unglück anderer sein, doch viele Menschen machen sich unglücklich für andere. Irgendwie verrückt.