EINE HOMMAGE AN ALLE TANZGRUPPEN IM KÖLNER KARNEVAL
– WENN FLEEJER FLÜGGE WERDEN –

Andreas Klein informiert:
Der große Saal im Odeon Kino war bis auf den letzten Platz gefüllt. Und man war sich
schnell einig: der Film geht ans Herz und zeigt sehr deutlich, was die Tanzgruppen im Kölner
Karneval ausmacht:
Zusammenhalt, Wille zur sportlichen Leistung, Teamgeist und Spaß dem ihrem Publikum
Freude zu bereiten.
In dem Film wurde exemplarisch gezeigt, wie hart die Arbeit ist eine hochwertige
Tanzdarbietung anbieten zu können. Von der Choreografie über die Trainingseinheiten und
Trainingswochenenden bis hin zum ersten Auftritt, dem dann alle entgegenfiebern.
Genauso hat er aber gezeigt, was diesen Sport noch ausmacht: Soziale Verantwortung in
der Gruppe, Freizeit miteinander verbringen und Freundschaften knüpfen, die manchmal die
aktive tänzerische Karriere überdauern und die Möglichkeit Menschen in ihrem Hobby ein
Zuhause zu geben.
Der Film ist auch eine Werbung für besseres Verständnis und mehr Anerkennung, denn der
Karnevalstanz ist ein guter Weg, junge Menschen an den Karneval und die Kölsche Sprache
heranzuführen.

Foto: Klaus Buschardt

Zitate zum Film:
Tom Buschardt, Autor des Films
„Es war mir wichtig, im Film keine aktive Rolle als Reporter oder Sprecher zu übernehmen. Die Akteure sollten die Geschichte selbst erzählen, weil er auf diese Art und Weise eine größere Dichte, Nähe und Glaubwürdigkeit bekommt.“
„Für mich war für das Projekt entscheidend, dass man mir keine Restriktionen auferlegt und ich ungehinderten Zugang zu allen Bereichen der Tanzgruppe bekam und redaktionell unabhängig arbeiten konnte. Cassia hat zwar jedes veröffentlichte Video auf StäänefleejerTV und auch den Kinofilm einmal vorab gesehen, aber nicht ein einziges Mal einen Änderungswunsch auch nur ansatzweise diskutiert. Das zeugt von großer, vertrauensvoller Zusammenarbeit.“
„Die Dreharbeiten waren nicht immer einfach, weil mir zu Beginn zuweilen der Blick dafür fehlte, wann die Konzentrationsphase der Tanzgruppe vor dem Auftritt beginnt und man sie mit Interviewwünschen in Ruhe lassen sollte. Aber nach ein, zwei Auftritten hatte sich das schnell eingespielt.“
„Mich hat es besonders motiviert, den Neustart und gewissermaßen das Geburtsjahr einer Tanzgruppe begleiten zu können. Redaktionell ist das eine sehr reizvolle Arbeit“.
Cassia Kürten, Leiterin Kölsche Stäänefleejer e.V.
„Die Möglichkeit von der Kamera begleitet zu werden war eine große Chance, die wir gerne und dankbar genutzt haben.“
„Die erste Session war überwältigend. Es hat so unendlich viel Spaß gemacht zu gestalten, zu formen, Ideen zu verwirklichen – und dann den Erfolg auf der Bühne zu sehen.“
„Für mich war es zunächst ungewohnt, von Tom interviewt zu werden und dann über Inhalte zu sprechen, deren Bildmaterial ich erst später im fertigen Schnitt gesehen habe. Aber so hat es mich auch nicht abgelenkt und ich habe mich voll auf die Inhalte konzentrieren können.“
„Wenn man etwas Neues aufbaut weiß man nicht wo die Reise hingeht. Unsere Reise ging im Schnellzug und hat eine Dynamik bekommen, mit der wir niemals gerechnet haben. Viele einzelne Puzzlestücke, bestehend aus Stäänefleejer-Team, Tänzerinnen und Tänzer, deren Familien, der Kölschen Narren Gilde – es fügte sich innerhalb weniger Monate zu einem großen Bild zusammen.“
„In den letzten anderthalb Jahren ist so viel passiert – es kommt mir vor, als würden wir mit der Premiere des Kinofilmes unser 10-jähriges Bestehen feiern.“

Wir haben den Kindern/Jugendlichen zwei Fragen gestellt, die einige von ihnen schriftlich beantwortet haben:
1) Mit welchen Eindrücken gehst du aus der ersten Session?
2) Wie war das für Dich bei Eurer Arbeit ständig mit der Kamera beobachtet zu werden?
Celine, 15 Jahre
1) Mit der neuen Gruppe habe ich viele neue Erfahrungen gesammelt und es war schön, die Gruppe mit aufzubauen. Dadurch sind wir auch mehr als Gruppe zusammengewachsen. Es war eine sehr schöne Session mit vielen Auftritten und es hat viel Spaß gemacht.
2) Es war eine neue Erfahrung, mit der Kamera beobachtet zu werden und zu Beginn ungewohnt. Aber es ist schön, darauf zurückblicken zu können und sich alles nochmal anzuschauen. Der Kinofilm ist eine schöne Erinnerung.
Melina, 17 Jahre Melina ist im Kinofilm u.a. mit einem ausführlicheren Portrait zu sehen, in dem auch die Themen „Mobbing“ und „Diabetes“ eine Rolle spielen
1) Ich gehe mit neuen und besonders schönen Erfahrungen aus der Session. Da waren zum Beispiel die großen Auftritte, neue Freunde, die ich gefunden habe und völlig neue Tanzerfahrungen. Nicht zuletzt auch wegen des Erlernens neuer Tanztechniken.
2) Die ständigen Kameras waren etwas ungewohnt für mich. Es war aber schön, ein paar Erinnerungen festhalten zu können und auch über meine eigenen Erfahrungen mit der Tanzgruppe erzählen zu können.
Tommy, 17 Jahre
1) Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es wunderschön ist, mit den Kölschen Stäänefleejern zu tanzen. Meine Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen.
2) Mit der Kamera begleitet zu werden war etwas sehr Neues und Ungewohntes. Aber ich kam sehr gut damit klar

Laura, 16 Jahre Laura ist im Kinofilm mit einigen Interview-Passagen zu sehen
1) Man hat viele neue Erfahrungen gesammelt und ich freue mich schon auf die nächste Session, um mit allen anderen zusammen die Gruppe groß werden zu lassen.
2) Am Anfang der Dreharbeiten war es sehr ungewohnt, so oft gefilmt zu werden. Doch man hat sich daran gewöhnt. Und jetzt ist es auch total schön und witzig, sich selbst auf YouTube oder auf einer Kinoleinwand zu sehen und zurückzublicken auf die Session.
Nina, 15 Jahre Nina ist im Kinofilm mit einigen Interview-Passagen zu sehen
1) Durch die erste Session wuchsen wir als Gruppe richtig zusammen. Ich habe viele neue Freunde kennengelernt, die mir viel bedeuten und mit denen ich viel Spaß habe.
2) Beim Interview war ich sehr aufgeregt, aber schließlich hat es viel Spaß gemacht.