Einweihung des offenen Bücherschranks in Köln-Meschenich

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Es ist Sonntag-Morgen, eine größere Gruppe an Personen steht nach der Messe vor der Kirche St. Blasius auf der Brühler Landstraße 425 und Passanten fragen sich, warum? Wenige Minuten später war klar, der in grün verhüllte Bücherschrank, welcher durch „aktiv in Meschenich e.V.“ umgesetzt wurde, wird heute feierlich eingeweiht. Ingo Brambach (Vorstand) ist unsagbar stolz als das Tuch fällt, denn seit Monaten war der Verein mit diesem Projekt beschäftigt. Da dieser nun auf kirchlichen Grund steht, bekam der Bücherschrank natürlich den Segen des Pfarrers. Doch das es dann noch ein großes Rahmenprogramm mit zwei Lesungen und einem musikalischen Beitrag gibt, ist schon besonders. Erst liest Carola Steiner aus ihren Büchern „Zwei ist einer zuviel“ , bevor Schauspielerin Annette Frier das Mikrofon übernimmt und Zeilen aus ihrem Lieblingsbuch liest, wo es um das tägliche Leben geht. Mucksmäuschenstill hören die Gäste im Pfarrheim der Gemeinde zu, leider ist die Lese-Stunde schneller vorbei als gedacht. „Wir brauchen eindeutig ein größeres Kulturangebot bei uns in Meschenich“ ist laut zu hören, obwohl die Dame es eigentlich ihrem Mann nur leise ins Ohr flüstern wollte. Umso erfreulicher war es gerade für dieses Paar als dann die zwei Kölschen Spatzen ihren speziell für diesen Tag eingeübten Liedervortrag präsentierten, geschrieben und gesungen von Andrea Radermacher und musikalisch begleitet auf dem Piano von Daniele Kensy. Als dann noch HaJü Greve, der Erbauer des Bücherschrankes mitteilte, dass es im Dezember ein Advents-Programm rund um den Schrank geben wird, war Frau Silverangel (sie möchte namentlich nicht genannt werden) ganz glücklich. Wie es dieses Beispiel wieder einmal zeigt, ist ein offener Bücherschrank weit mehr als nur Lesekultur. Ein offener Bücherschrank ist Kommunikation, Austausch und Kultur auf einer ganz besonderen Ebene