„Das war von Ihnen und Ihrer Partei ja nicht anders zu erwarten. Einfach lächerlich dieser unhaltbare Vorwurf.“

kritisiert Bezirksvertreter Torsten Ilg (FREIE WÄHLER) den Vertreter der Partei DIE LINKE, weil dieser ihm in der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung von Rodenkirchen Rechtspopulismus vorwarf. Darüber hinaus gab der LINKE unumwunden zu, grundsätzlich keinem einzigen Antrag des FREIEN WÄHLERS zuzustimmen. Dies wiederum erzürnte einen Bezirksvertreter der CDU, der Ilg kurzerhand zur Seite zu sprang und das Verhalten des LINKEN, als unter „Demokraten nicht anständig“ bezeichnete. Was war geschehen?

Ilg hatte beantragt, dass ein seit Jahren fehlendes Tor auf dem Bolzplatz an der Europaschule in Raderthal ersetzt wird, oder wahlweise andere Sportgeräte dort installiert werden. Bürger aus der Nachbarschaft hatten die FREIEN WÄHLER auf das Thema aufmerksam gemacht. Für Ilg ist die heftige Reaktion auf seinen harmlosen Antrag, der im übrigen mehrheitlich abgelehnt wurde, mehr als unverständlich:

„Mit politisch rechts oder links hat das nichts zu tun. Wir geben viel Geld für die Errichtung neuer Spielplätze aus, die übrigens auch an den neuen Flüchtlingseinrichtungen im Bezirk gebaut wurden. Was ich ausdrücklich richtig finde. Mit welchem Argument kann man dann die bereits seit Jahrzehnten bestehenden Spielplätze an anderer Stelle vernachlässigen? Was ist daran politisch rechts? Selbstverständlich dürfen und sollen dort auch Flüchtlingskinder Fußball spielen.“

Auch der Fraktionsvorsitzende der SPD, warf Ilg pauschalen Populismus vor, nur weil er einige Tage zuvor, für seinen Antrag auf YOUTUBE offensiv geworben hatte:

„Es geht hier ganz offensichtlich darum, fast alle Anträge von den FREIEN WÄHLERN in der Bezirksvertretung von Rodenkirchen auszubremsen. Ich hätte dem Gremium mehr Fingerspitzengefühl zugetraut, zumal 2020 Kommunalwahlen sind. Wer leichtfertig alles und jeden zum Rechtspopulisten abstempelt, der muss sich nicht darüber wundern, wenn dadurch am Ende die wahren Rechtspopulisten noch mehr Zulauf bekommen. Wir FREIEN WÄHLER sind vielleicht unbequem, weil wir mitunter unbequeme Wahrheiten aussprechen und uns nicht zu schade sind, uns auch den vermeintlich „kleinen Themen“ der Bürger anzunehmen. Uns aber deswegen in die politisch rechte Ecke zu stellen, entbehrt wirklich jedweder Grundlage.“