Digitale Beiträge zum Schülergedenktag in Köln 

Der diesjährige Jugend- und Schülergedenktag findet erstmalig digital statt. Aufgrund der Pandemie können weder Bühnenprogramm noch Ausstellung wie gewohnt stattfinden. Schülerinnen und Schüler haben stattdessen in Gruppen- und Einzelarbeit im Unterricht, aber auch in ihrer Freizeit vielfältige Beiträge erstellt, die digital auf der Internetseite des NS-Dokumentationszentrums präsentiert werden.  

Zum Teil haben die Jugendlichen einer Realschule sowie von Gymnasien über mehrere Wochen oder Monate mit einem außerschulischen Bildungsträger und Vereinen an ihren Werken gefeilt. Ergebnis sind sechs vielfältige Arbeiten, die das breite Spektrum ihrer Auseinandersetzung mit den Themen des Jugend- und Schülergedenktages zeigen: Von Theater, einem Musical-Video über „Quer-denken“, Videoinstallationen über Interviews- und das Zeitzeugenprojekt bis hin zur Dokumentation von Stolpersteinverlegungen sowie der Recherche zum Schicksal ehemaliger jüdischer Schülerinnen und Schüler der eigenen Schule. Intensiv und kreativ haben sich die jungen Kölnerinnen und Kölner mit der Vergangenheit, aber auch den Herausforderungen der Gegenwart auseinandergesetzt und so „eine Brücke in die Zukunft“ geschlagen. In digitaler Form wird an die Opfer der NS-Diktatur erinnert und auf aktuelle Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus aufmerksam gemacht.  

Die Beiträge und Projektergebnisse werden in einer digitalen Ausstellung im Gewölbe des NS-DOK im virtuellen Raum des 360-Grad-Rundganges des Hauses gezeigt. Eine neue Präsentationsform, die es trotz Lockdowns ermöglicht, die beeindruckenden Schülerprojekte der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und den Austausch darüber zu ermöglichen. Sechs Beiträge von Kölner Schulen sowie je ein Beitrag des zentralen Hebräisch-Kurses Bergisch Gladbach und des Bundesverbandes Information & Beratung für NS-Verfolgte sind zugänglich unter www.nsdok.de/jugend (Internetseite ist ab 27. Januar 2021 freigeschaltet).  

Der Jugend- und Schülergedenktag geht zurück auf Altbundespräsident Roman Herzog. 1996 rief er Jugendliche dazu auf, fortan am 27. Januar an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten der „Roten Armee“ die Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Kölner Schulen beteiligen sich seit 24 Jahren an diesem Gedenktag. NS-Dokumentationszentrum

(Text: Stadt Köln – Amt für Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitNicole Trum)