Es wird sich gestritten wie die Kesselflicker – das muss doch nicht sein

Es wird sich gestritten wie die Kesselflicker – das muss doch nicht sein

Streiten kann man lernen, und wenn man es nicht kann, sollte man sich begleiten lassen. Wir alle stecken in einer verrückten Welt, gerade die letzten Wochen waren für uns alle eine Herausforderung. Man merkt förmlich, die Spannung steigt und der tadelnde Finger, die Aggressivität und das Durchsetzen der eigenen Interessen werden immer lauter. Streit zwischen Nachbarn, Auseinandersetzungen mit Handwerkern, Beziehungskonflikte und Diskussionen im öffentlichen Raum werden immer mehr. Statt sich zu vertragen, streiten sich manche Menschen wie die Kesselflicker und machen sich ihre Welt unschön und schwer. Toleranz, Verständnis und eine anständige Auseinandersetzungskultur scheinen oft wie unbekannt. Schon bei den Kindern fängt es an und oft fragt man sich, muss das sein? Anti-Aggressionskurse, ausgebildete Streitschlichter, professionelle Mediatoren und medizinische Unterstützung werden heute oft gewählt, um Konflikte zu beseitigen oder zu lösen. All diese Angebote haben nur einen Sinn, dass Menschen frühzeitig wieder lernen, anständig miteinander zu reden und einen konstruktiven, gemeinschaftlichen Umgang miteinander zu finden, und das ist gut so. Eine neutrale Person kann heute wahre Wunder bewirken und Möglichkeiten auf Augenhöhe schaffen sowie Seelenfrieden schenken. Mediation bedeutet Vermittlung, um Ziele klar zu definieren, Absprachen zu fixieren und Frieden unter Menschen zu bringen. Das ist besonders bei Trennungen wichtig. Gleich, ob es um ein betriebliches, privates oder Lebensende geht, jeder gemeinsame letzte Gang bedeutet viel zu regeln und oft viel Emotion. Umgangsregel, Kostenübernahmen, Eigentumsregeln, realistische Erwartung und klare Absprachen, sind gerade in dieser Lebenssituationen wichtig. Auch Unterhaltszahlungen, bereits entstandene Spannungen sowie unausgesprochene Wünsche sollten bei einem neutralen Mediator geäußert werden. Am besten ist das alles natürlich, alles zu regeln, bevor ein dicker Krach entstanden ist. Darum kommen gerade in letzte Zeit viele Senioren mit ihren Erben zu einer Beratungsstunde um fair, ehrlich und gerecht alles für das Testament zu besprechen. Die Welt hat sich verändert und viele Menschen wollen nicht benachteiligt werden, auch ist oft der gute Rat aus dem Bekanntenkreis nicht wirklich ratsam. Darum sollte man sich frühzeitig um eine erfahrene und professionelle Person bemühen. Hieß es früher: Mal bist Du Gewinner, mal bist Du Verlierer. Heißt es heute: Darf ich zum Gespräch bitten mit einer vermittelnden Person…