Esel statt Containerschiffe Die Sürther Aue wird besiedelt

Esel statt Containerschiffe
Die Sürther Aue wird besiedelt

Nachdem vor Gericht entschieden wurde, dass der Godorfer Hafen nicht erweitert werden durfte, war dort lange Zeit nur eine vermeintliche Brachfläche zu besichtigen, abgetrennt von einem brüchigen Zaun. Eigentlich soll es sich um ein wertvolles Naturschutzgebiet handeln. Die Stadt Köln hat zusammen mit dem NABU und dem BUND ein Pflegekonzept für dieses Naturschutzgebiet entwickelt. Damit soll gewährleistet werden, dass sich hier seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten wieder neu ansiedeln und verbreiten können.

Jetzt wird es endlich konkret. Ab November wird erst einmal gerodet, um das Gelände vom Wildwuchs zu befreien. Das ist die Voraussetzung für eine Beweidung der Fläche, was wiederum weiteren Wildwuchs verhindern soll. Für diese Beweidung werden allerdings keine Rasenmäher eingesetzt, sondern vielmehr eine Herde von sechs Eseln. Die Tiere sollen quasi als lebende Rasenmäher dafür sorgen, dass sich Flora und Fauna sowie ein Halbtrockenrasen als natürlicher Bewuchs wieder entwickeln können. Das Konzept ist ein alt bewährtes, Esel werden schon lange auf Mallorca oder in Griechenland als Weidetiere eingesetzt. Jetzt wird das Gelände so weit vorbereitet, dass die Esel dort im Frühjahr einziehen können. Ein freies Betreten des Geländes ist übrigens nicht erlaubt, wer Glück hat, kann von außen allerdings den einen oder anderen Blick auf die intelligenten Tiere werfen.