Von der Ausbreitung des Corona Virus sind obdachlose Menschen ganz besonders betroffen. Hierzu erklärt die Sozialpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Katja Hoyer:

„Aufgrund der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona Virus ist das öffentliche Leben fast vollständig zum Stillstand gekommen. Wohnungslose Menschen können sich mit dem Verkauf von Zeitungen, Flaschen sammeln etc. kein Geld verdienen, da sich kaum noch Menschen im öffentlichen Raum aufhalten. Auch der Aufenthalt in größeren Gruppen ist aufgrund des Kontaktverbotes untersagt.

Ich freue mich, dass vielfältige ehrenamtliche Initiativen, Träger der freien Wohlfahrtspflege, Verwaltung und Politik hier helfen, mit verschiedenen Angeboten und zusätzlichen finanzieller Unterstützung, die Situation der wohnungslosen Menschen zu verbessern.

Mein besonderer Dank gilt der Bethe-Stiftung. Sie finanziert mobile Duschen und bietet damit wohnungslosen Menschen ein Angebot zur Körperpflege. Das Angebot wird betreut von SKF und SKM. Dieses Modell der mobilen Duschgelegenheiten bzw. eines Duschbuses favorisiert die FDP schon seit längerem und hat sie in Köln in die politische Debatte eingebracht.

Wir hoffen, dass die mobilen Duschen auch nach der Corona-Krise bestehen bleiben, um wohnungslosen Menschen ein zusätzliches und adäquates Angebot zur Körperpflege zu machen.“

Die Kölnerinnen und Kölner sollten darum nicht den Zweig absägen, auf dem sie sitzen. Hier ist wirtschaftliche Vernunft und Aufklärung über die Folgen einer Abschaltung der hochmodernen Gas- und Dampfkraftwerke mit ihrer nachhaltigen Fernwärmeauskoppelung gefragt. Immerhin sind diese Anlagen nicht die Klimasünder in Deutschland, Europa und in der Welt, sondern gerade Niehl 3 ein Vorzeigeprojekt.

Für die FDP steht außer Frage, dass die RheinEnergie in neue Technologien und regenerativen Energie investieren und ihre Engagement darin verstärken muss. Dies bedarf aber eines evolutionären Prozesses, um den Unternehmen nicht die Wirtschaftlichkeit und damit die Existenz zu entziehen. Willkürliche Stichtagssetzung, bis wann alle GuD-Kraftwerke abgeschaltet sein müssen, wie in dem Bürgerbegehren gefordert, ist genau das Gegenteil.

Darum sind die Konsequenzen öffentlich zu diskutieren, damit der Kölner Bevölkerung klar ist, was sie oder er beim Bürgerbegehren da tatsächlich unterschreibt. Möge wirtschaftliche Vernunft und Sachverstand bei dieser Frage siegen.“