FDP fordert Unterstützung für Private bei Aufnahme von Geflüchteten
Hoyer: Keine Unterbringung in Turnhallen

Zu den Erwartungen der Stadt, dass die Zahlen der Geflüchteten in Köln im Frühjahr nächsten Jahres bis auf über 15.000 Menschen steigen könnten, erklärt die sozialpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Kölner Rat Katja Hoyer:

„Bereits kurz nach Ausbruch des Ukrainekrieges habe ich darauf hingewiesen, dass die zu erwartenden Geflüchtetenzahlen die von 2015/2016 übertreffen werden, und in genau in dieser Situation befinden wir uns jetzt. Deshalb begrüßen wir, dass die Stadt bei der Bezirksregierung Arnsberg vorstellig geworden ist, um eine bessere Verteilung der Geflüchteten im gesamten Land NRW zu erreichen. 

Darüber hinaus unterstützen wir auch alle weiteren Anstrengungen der Verwaltung, um den Geflüchteten in dieser Stadt eine gute Unterkunft zu bieten. Ebenso unterstützen wir den Vorschlag der Verwaltung, – nach Ausschöpfung aller anderen Möglichkeiten – eine Unterbringung in Großzelten statt in Turnhallen in Erwägung zu ziehen. Eine Unterbringung in Turnhallen wie in den Jahren 2015/2016 halten wir nicht für sinnvoll. In der Coronakrise haben unsere Kinder und Jugendlichen sowie viele Vereinssportler und -sportlerinnen für sehr lang Zeit auf ihren Sport verzichten müssen. Ihnen dürfen wir diese Sportangebote nicht wieder nehmen. Auch im Hinblick auf die körperliche Fitness unserer Kinder, aber auch allen anderen, insbesondere unserer Seniorinnen und Senioren. Außerdem würden damit die vielen Angebote für Flüchtlinge von den Sportvereinen wegfallen, die damit eine wichtige Integrationsleistung leisten.

Allerdings wünschen wir uns von der Verwaltung, dass die Bemühungen, private Unterkünfte für Geflüchtete zu finden, intensiviert werden.

Außerdem sollten Bürgerinnen und Bürger, die Geflüchtete bei sich aufnehmen, unterstützt werden – gegebenenfalls auch finanziell. So bietet die Stadt Düsseldorf zwar keine finanzielle Unterstützung an, aber eine Plattform für Personen, die Unterbringungsmöglichkeiten anbieten. Die Wohnraumvermittlung wird von Wohlfahrtsverbänden begleitet, so dass sowohl Geflüchtete als auch Bürger und Bürgerinnen bei Problemen immer einen Ansprechpartner haben.“