FDP Köln: Sterck: Erfolgsgeschichte der Stadtentwicklung Bebauungsplan Rheinauhafen wird 20 Jahre alt

Am 5. August 2022 jährt sich das Inkrafttreten des Bebauungsplanes für die Umwandlung des Rheinauhafens von einem in weiten Teilen brachliegenden Industriehafen in ein gemischtes Viertel aus Wohnen, Arbeiten, Gastronomie und kulturellen Nutzungen zum 20. Mal. Dazu erklärt der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln, Ralph Sterck:

„Spätestens seit der Fertigstellung der Kranhäuser und der Ansiedlung von Microsoft gilt der Rheinauhafen als Erfolgsgeschichte der Kölner Stadtentwicklung. Doch als der entsprechende Bebauungsplan im Stadtentwicklungsausschuss beschlossen wurde, war es die Stimme der FDP, die ihm zur Mehrheit verhalf, während sich die SPD enthielt und die Grünen dagegen stimmten.

Mit dem Bebauungsplan wurde eine jahrzehntelange Diskussion beendet und der Startschuss für ein neues Stück Stadt gegeben. Insbesondere die spektakuläre Architektur der Kranhäuser, die viele lange nicht für umsetzbar hielten, ist in Verbindung mit den unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden wie den alten Lagerhallen ein neues Highlight im Kölner Panorama.

Befürchtungen, im Rheinauhafen gäbe es mit einem Anteil von ca. 30% nicht genügend Wohnungen – immerhin doppelt so viel wie im Mediapark – , wurden Lügen gestraft. Gerade die Wohnungen haben sich wie geschnitten Brot vermarkten lassen, wodurch ehemals geplante Gewerbeflächen wie im südlichen ‚Siebengebirge’ zusätzlich in Wohnbauflächen umgewidmet wurden:

Ich bin froh, dass wir für die Rheinuferstraße eine dritte Spur in Richtung Norden realisieren und die zwischenzeitlich von Rot-Grün geplante Busspur verhindern konnten. Leider sind wir mit dem Vorschlag, diese Leistungsfähigkeit auch zwischen Rheinufertunnel und Severinsbrücke in Richtung Süden herzustellen, um die Staus in Höhe des Martim-Hotels zu vermeiden, gescheitert.

Auch der Anschluss der beeindruckenden Tiefgarage an das Parkleitsystem ist ein Gewinn für die ganze Innenstadt. Als letzten Wunsch für die optimale Erschließung des Hafens haben wir nun noch die Straßenbahnhaltestelle auf der Severinsbrücke auf Höhe der Hafenhalbinsel. Eine entsprechende Initiative der FDP hat der Verkehrsausschuss 2007 beschlossen.

Die im Rheinauhafen gemachten Erfahrungen und die Entwicklungen von Hafenumwandlungen in anderen Städten sollten uns für den anstehenden Deutzer Hafen noch etwas mutiger werden lassen. Insbesondere würde ich mir auch in den Blöcken eine kleinteiligere und innovative Architektur wünschen. Und mehr Einzelhandel täte dem Gebiet zur Belebung gut.“

Zum Hintergrund:

Der Rheinauhafen ist mit dem KölnTriangle’ in Deutz, der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes mit der Domtreppe, den KölnArcaden in Kalk und der Ausweitung des Niederflurnetzes der KVB eines der „Big Five“-Projekte der Stadtentwicklung, die während der Phase der CDU/FDP-Koalition von 1999 bis 2003 teilweise nur mit einer Einstimmenmehrheit im Rat bzw. im Ausschuss beschlossen wurden und ohne die Liberalen nicht realisiert worden wären. Grünen und SPD hatten jeweils vier der fünf Projekte ihre Zustimmung verweigert. Ähnlichen Gestaltungswillen ließen die anschließenden Mehrheiten vermissen.