Die Initiative der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln aus dem Jahr 2013 zur Schaffung von Wohnraum durch die Realisierung von Kreuzfeld nimmt wieder Fahrt auf. Seinerzeit hatten insbesondere die Fraktionen von SPD und Grünen gegen die aus den 1990er Jahren stammenden Planungen gestimmt. Nun setz sich Oberbürgermeisterin Henriette Reker in ihren Halbzeitinterviews an die Spitze der Bewegung für den neuen Stadtteil im Kölner Norden. Ralph Sterck, Vorsitzender der FDP-Ratsfraktion, kommentiert dies:

„Wir Freien Demokraten freuen uns sehr über die Ankündigung der OB zur Schaffung von Wohnraum auch durch den Bau des neuen Stadtteils Kreuzfeld. Angesichts des Drucks auf dem Wohnungsmarkt in Köln muss endlich etwas passieren. Es ist sinnvoll, potentielle Wohnbauflächen zu aktivieren. Dies gilt auch für das größte Projekt des städtischen Wohnungsbauprogramms 2015, den auf Eis gelegten neuen Stadtteil Kreuzfeld im Kölner Norden, weil dieser schon heute über die notwendige S-Bahn-Erschließung verfügt.

Hier wurde bereits vor 25 Jahren eine Mischbebauung von Einfamilienhäusern und Geschosswohnungsbau geplant. Diese Form von Wohnvierteln hat nicht im Geringsten etwas mit den Bausünden und Hochhaussiedlungen aus den 60er und 70er Jahren zu tun, die man leider auch im Kölner Norden besichtigen kann. Andere Städte machen uns vor, wie man mit modernem Städtebau aus den Fehlern der Vergangenheit lernt und urbane Wohnviertel schafft. Köln muss zeigen, dass es das auch kann.

Die Schaffung von neuem Wohnraum ist aus Sicht der Liberalen die wirksamste Form, Wohnungsmangel und die damit verbundenen Mietsteigerungen zu bekämpfen. Immer neue Reglementierungen und bürokratische Hürden für Investoren und Vermieter in Köln lähmen den Wohnungsbau und -markt nur, wie die erschreckenden aktuellen Zahlen genehmigter und fertiggestellter Wohnungen zeigen. In diesem Sinne muss Kreuzfeld schnell realisiert werden, um in den kommenden Wachstumsjahren einen Entlastungseffekt zu erzielen.

Der neue Stadtentwicklungsdezernent Markus Greitemann muss die Rahmenbedingungen für Kreuzfeld schnell erarbeiten. Dabei ist zu hinterfragen, ob die damals geplanten 6.000 Bewohnerinnen und Bewohnern vor dem Hintergrund des erwarteten Wachstums der Stadt und der Anforderungen an ein funktionierendes Veedel mit der entsprechenden Versorgung und sozialen Infrastruktur ausreichen. Auch muss geklärt werden, ob eine städtische Gesellschaft oder Private die Projektsteuerung übernehmen.“

igen wir neu ausgewiesen Bauflächen und eine Partnerschaft mit Investoren, denn nur mit Verdichtung und alles aus städtischer Hand wird Köln den Bedarf nicht decken können. Auf ihrer Agenda steht darum zu recht die Schaffung eines neuen Stadtteils „Kreuzfeld“. Die FDP wird sie bei der Realisierung tatkräftig und gern unterstützen. Aber auch die anderen schon vom Rat beschlossenen Flächen für den Wohnungsbau sind nun zügig der Bebauung zuzuführen. Nur ein entfesselter, unbürokratischer Wohnungsbau gibt den vielen Wohnungssuchenden ein Dach über den Kopf und stabilisiert die Mieten.

Auch beim Schulbau geht die OB mit einer Investorenpartnerschaft neue innovative Wege. Da die Gebäudewirtschaft mit den vielen benötigten Schulen überfordert ist, müssen privatwirtschaftliche Lösungen her. Den Schülerinnen und Schülern ist es doch herzlich egal, wer die Schule baut, Hauptsache eine Schule zum Lernen wird überhaupt gebaut.“