Zur Halbzeitbilanz von Oberbürgermeisterin Henriette Reker erklärt der FDP-Fraktionsvorsitzende Ralph Sterck:

„Mit den Skandalen rund um die städtischen Unternehmen von Stadtwerken und Kliniken hat Henriette Reker ihre Rolle als unabhängige Oberbürgermeisterin, frei von Parteizwängen gefunden. Als Chef-Aufklärerin hat sie den Klüngel bei den Stadtwerken aufgedeckt und eine Deal-Connection von drei Rathausfraktionen aus SPD, CDU und Grünen zerschlagen sowie die Benennung eines Managers aus der Obstbranche zum Geschäftsführer bei den Städtischen Kliniken unterbunden. Dabei hat sie keine Rücksicht auf Freund oder Feind genommen und nur im Interesse der Stadt gehandelt.

So wünschen sich die Kölnerinnen und Kölner ihre Oberbürgermeisterin. Die FDP ist froh und stolz, sie bei ihrer Wahl unterstützt zu haben. Nicht auszudenken der Gegenkandidat hätte gewonnen: Köln wäre im Klüngelsumpf der SPD versunken.

Bedeutsam war ihr Unabhängigkeitsstreben auch für die Gründung einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft, bei der leider durch grüne Bedenkenträger keine Beteiligung der Wirtschaft an der Gesellschaft möglich war, sie sich aber mit der Gründung durchsetzte und ein Wahlversprechen einlöste.

Weiter auf ihrer Habenseite ist die Zusammenlegung der städtischen Kliniken mit der Uni-Klinik zu einer „Charité des Westens“, die in punkto Forschung und Heilung von Krankheiten einen Quantensprung für die Behandlung der Menschen im Rheinland bedeuten würde sowie ihre Unterstützung der langen Tunnellösung bei der Ost-West-U-Bahn, wenn es finanziell machbar ist bis Melaten. Damit wird sie den Herausforderungen bei der Mobilität einer wachsenden Stadt gerecht.

Zu der Herausforderung einer wachsenden Stadt gehört aber auch die Mobilität für alle, auch für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen. Wer nur auf das Fahrrad, auch bei weiten Strecken, setzt, grenzt Menschen aus, die das Fahrrad so nicht nutzen können. Daher sind wir enttäuscht, dass der Gürtel in ihrer Amtszeit nicht vollendet wird.

Ihre größte Herausforderung ist und bleibt der Bau von Wohnungen und Schulen. Dafür benötigen wir neu ausgewiesen Bauflächen und eine Partnerschaft mit Investoren, denn nur mit Verdichtung und alles aus städtischer Hand wird Köln den Bedarf nicht decken können. Auf ihrer Agenda steht darum zu recht die Schaffung eines neuen Stadtteils „Kreuzfeld“. Die FDP wird sie bei der Realisierung tatkräftig und gern unterstützen. Aber auch die anderen schon vom Rat beschlossenen Flächen für den Wohnungsbau sind nun zügig der Bebauung zuzuführen. Nur ein entfesselter, unbürokratischer Wohnungsbau gibt den vielen Wohnungssuchenden ein Dach über den Kopf und stabilisiert die Mieten.

Auch beim Schulbau geht die OB mit einer Investorenpartnerschaft neue innovative Wege. Da die Gebäudewirtschaft mit den vielen benötigten Schulen überfordert ist, müssen privatwirtschaftliche Lösungen her. Den Schülerinnen und Schülern ist es doch herzlich egal, wer die Schule baut, Hauptsache eine Schule zum Lernen wird überhaupt gebaut.“