Die städtische Stiftung Johann-Heinrich Claren vergibt im kommenden Jahr rund 145.000 Euro Fördermittel an soziale Träger in Köln für Altenhilfe und Ausbildungsförderung. Das haben die Inspektoren der Stiftung, ein Ratsmitglied und zwei Nachfahren der Geschwister des Stifters, beschlossen. Rund 60.000 Euro erhalten die Sozialbetriebe Köln, die damit für die alten und pflegebedürftigen Menschen in ihren Einrichtungen Feste und Feiern organisieren können. Zudem werden Kurse, tiergestützte Betreuung, Tablets und Busfahrten zu kulturellen Veranstaltungen sowie der Kauf von kleinen Geburtstags- und Weihnachtsgeschenken durch diese Unterstützung ermöglicht. Auch der Kölner Caritasverband und sein Projekt „Chancen geben – 100 Wege in die Beschäftigung“ erhält Zuwendungen. Das Projekt berät und begleitet junge Menschen aus problembelasteten Vierteln individuell auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf. Diese Hilfe wird in enger Zusammenarbeit mit dem Jobcenter und ortsansässigen Unternehmen organisiert. Zudem stellt die Stiftung weiter 45.000 Euro für das seit 2020 laufende Projekt „Zukunftsbegleiter“ des Sozialdienst Katholischer Männer zur Verfügung, das ebenfalls benachteiligte Jugendliche an die Berufswelt heranführen soll. Die älteste noch in ihrer Urform bestehende Stiftung bei der Stadt Köln wurde auf Verfügung des Testament des 1855 verstorbenen kinderlosen Kölner Kaufmanns und Namensgebers Johann-Heinrich Claren als Familienstiftung gegründet. Zunächst wurde den bedürftigen Abkömmlingen seiner Geschwister die Unterbringung im Altersheim oder deren Lehre finanziert, erst dann wurden alle Kölner unterstützt, die Hilfe benötigten. Von Beginn an waren die Erträge der Stiftung aber so auskömmlich, dass der weit größte Teil nicht den Familienmitgliedern zugutekam, was bis heute der Fall ist. Neben Claren verwaltet die Stadt Köln treuhänderisch weitere 24 Stiftungen, die Förderungen in den verschiedensten kommunalen Aufgabenbereichen ermöglichen. Soziale Zwecke stehen im Vordergrund, insbesondere die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen sowie alter und bedürftiger Kölnerinnen und Kölnern, die in eine Notlage geraten sind. (Text:Nicole Trum/Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)