Bündnis 90/Die Grünen BV Köln-Rodenkirchen informieren:

Der Ortsverband und die BV-Fraktion von Bündnis 90/Die GRÜNEN haben im Frühsommer nach Bekanntwerden der erneuten Leckage die Sorgen von Anwohnerinnen und Anwohnern aufgegriffen und eine Petition gestartet. In einem von bald 500 Menschen aus dem unmittelbaren Umfeld der Shell Raffinerie gezeichneten Appell an die Werksleitung wurden

– verkürzte Bemusterungsintervalle zu Grundwasserproben,
– verkürzte Prüfintervalle der produktführenden Leitungen
– und die weitgehende Verlegung produktführender Leitungen „über Tage“

gefordert. Die Petition der Grünen wurde der Werksleitung im Juli zugesandt und konnte Anfang Dezember übergeben werden.

Für die Grünen geht der am 11.12. in einer Pressekonferenz der Shell aufgezeigte Weg in die richtige Richtung: Mit der durch die Werksleitung beschleunigten Risikoklärung an den Straßendurchführungen, mit den durch die Experten benannten grundlegenden Forderungen Leitungen so schnell als möglich komplett einsehbar zu machen, Mantelrohre intensiver zu prüfen und Leckagen mit allen zur Verfügung stehenden Instrumenten früher zu erkennen, will die Shell Maßnahmen ergreifen, die den Forderungen der Bürgerinnen und Bürger entsprechen.

Die Forderungen der Petition wie des Gutachtens gehen über die aktuellen gesetzlichen Verpflichtungen hinaus. Das heißt aber auch, dass es auf Seiten des Gesetzgebers offenbar noch Regelungsbedarf gibt.

„Natürlich wollen wir und die Menschen in den benachbarten Orten wissen, bis wann die Shell realistisch das Risiko der unbemerkten Schäden an den Straßendurchführungen endgültig beseitigen kann. Da bleibt das Unternehmen die Antwort noch schuldig.“, meint Dr. Traude Castor-Cursiefen, Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Bezirksvertretung Rodenkirchen