„Die Brücke gehört zu Rodenkirchen wie Hennes zum FC! Wir Freien Wähler haben bereits
mehrfach angekündigt, dass wir uns gegen einen massiven Ausbau, den Abriss oder einen
Neubau der Rodenkirchener Brücke, vehement zur Wehr setzen werden“.
Kommentiert Bezirksvertreter Torsten Ilg (Freie Wähler) die Antwort von Kölns
Verkehrsdezernentin Andrea Blome, auf seine Anfrage zum geplanten Ausbau der Brücke:
„Gespräche über einen möglichen Abriss, den Um-, und Ausbau der Rodenkirchener
Brücke, hat es zwischen Straßen NRW und der Stadt Köln offenbar noch nicht gegeben,
wie Frau Blome nun schriftlich mitgeteilt hat. Dies ist etwas verwunderlich, zumal ja in den
Medien seit Monaten berichtet wird, dass Strassen-NRW als zuständige Behörde, ganz
konkret den Ausbau der Rodenkirchener Brücke auf 8 Fahrspuren plant und deswegen
auch die Statik des Bauwerks überprüft wird. Sollte diese Prüfung ergeben, dass die
Brücke der zukünftigen Verkehrslast nicht gewachsen ist, droht der Abriss des
historischen Baudenkmals. In diesem Fall wären allerdings dem Denkmalschutz
gravierende Gründe vorzulegen und der Beweis zu erbringen, dass die Erhaltung der
beiden Zwillingsbrückenzüge die Erweiterung auf acht Fahrbahnen unmöglich macht.
Was aber ist, wenn diese Erweiterung im Nachhinein solche Schäden verursacht? Ich
befürchte, dass es durch so einen massiven Ausbau der Brücke, in einigen Jahren zu
irreparablen Schäden kommen wird, die am Ende die Aufhebung des Denkmalschutzes
und den Abriss der Brücke zur Folge hätte, wie das auch bei anderen historischen Brücken
der Fall war. Außerdem befürchten wir Freien Wähler eine Zunahme des Fern-, und
Schwerlastverkehrs über diese Streckenverbindung. Das wäre eine Zumutung für die
Bürger von Rodenkirchen, Rondorf-Hochkirchen und Marienburg. Wir fordern stattdessen
den Schwerlast-, bzw. Güterverkehr auf die Schiene, sowie den übrigen Fernverkehr
außerhalb des Kölner Stadtgebiets, über eine Rheinquerung zwischen Wesseling und Bonn
zu führen. Dort macht eine neue Verbindung Sinn, die die bereits vorhandenen Autobahnen
(553, 61, 1, 4) miteinander verknüpft.
Der Verteilerkreis im Kölner Süden und die A-555 müssen dringend von diesem
„Querverkehr“ Richtung Westen und Osten entlastet werden.“
So Torsten Ilg in einer aktuellen Pressemitteilung.
www.freie-waehler-koeln.de