Frei Wähler Köln informieren:

„Wir Freien Wähler fordern Sie eindringlich auf, sich bei diesem für unseren Stadtbezirk emotional und politisch elementaren Themas, eindeutig hinter die Interessen der Bürgerinnen und Bürger von Rodenkirchen und Poll zu stellen.“

So der Appell von Torsten Ilg und Hans Josef Küpper (Freie-Wähler Fraktion) in der letzen Sitzung der Bezirksvertretung vor der Kommunalwahl am 13. September:

„Es kann nicht sein, dass der Fernverkehr immer stärker über innerstädtische Rheinbrücken geführt wird, die allesamt marode und teilweise baufällig sind. Die Rodenkirchener Brücke war und ist unser Wahrzeichen, seit 1938. Das baugleiche Nachkriegsmodell steht unter Denkmalschutz und droht abgerissen zu werden, sollte es einem weiteren Ausbau nicht Stand halten. Dies muss unbedingt verhindert werden. Außerdem brauchen wir keinen Ausbau und keine Mehrbelastung in Rodenkirchen und Poll, sondern eine Rheinquerung zwischen Niederkassel und Wesseling. Nur dort macht eine zusätzliche Rheinquerung Sinn, damit der Fernverkehr nicht noch stärker auf die alten innerstädtischen Brücken verlagert wird. Außerdem ist der Ausbau des Godorfer Hafens vom Tisch, was seine direkte Anbindung an Porz-Langel nicht mehr nötig macht. Stattdessen wächst die Industrie in Wesseling. Nur dort macht eine zweite Rheinquerung wirklich Sinn, zumal hier sogar eine Tunnel-Lösung möglich wäre und ein Abfluss des Fernverkehrs über die A553 und A61, die chronisch verstopfte A555 entlasten würde.

Die Fraktion forderte deshalb in einem Antrag, dass sich die Bezirksvertretung klar gegen den Bau einer zweiten Rheinbrücke im Stadtbezirk aussprechen soll. Auch der stattdessen geplante Ausbau und mögliche Abriss der Rodenkirchener Brücke müsse verhindert werden. Leider lehnten die anderen Fraktionen beide Forderungen ab.