Fußgängerbrücke über den Militärring Vier Jahre nach der Sanierung ist der Belag wieder kaputt

2013 wurde es beschlossen, 2014 wurde saniert. Die Stadtverwaltung investierte eine Viertelmillion Euro in die Erneuerung der Deckschicht und der Brückengeländer. Zuvor hatte der Verkehrsausschuss und die Bezirksvertretung Rodenkirchen der Verwaltungsvorlage zugestimmt. Die Rede ist von der Fußgängerbrücke über den Militärring – diese verbindet eine Parkfläche zwischen Südfriedhof und Konrad-Adenauer-Kaserne mit dem Äußeren Grüngürtel.

So ganz ohne Probleme verlief die Sanierung nicht: Aus Versehen wurde das alte Brückengelände noch gestrichen, bevor es dann abgerissen wurde. Der Schaden war allerdings gering, gab die Verwaltung damals bekannt. Doch auch mit Blick auf den verwendeten Bodenbelag bleiben bis heute einige Fragen offen. Zum einen ist dieser an manchen Stellen schon nach nur vier Jahren beschädigt. Zum anderen ist der Belag nicht wirklich griffig, vor allem bei Regen herrscht starke Rutschgefahr.

Um die 14 Prozent Steigung bietet die 1964 erbaute Brücke und ist somit selbst für Radfahrer eine gewisse Herausforderung. Rollstuhlfahrer können die Überquerung ohnehin nicht nutzen – denn nach den Normen gilt eine Rampe mit einer Steigung von maximal sechs Prozent als barrierefrei. So können nur fitte Fußgänger an dieser Stelle die Schnellstraße Militärring überqueren.

Auch viele Radfahrer steigen ab und schieben. Dies liegt dabei keineswegs an der Steigung, aber eben auch am Belag – schnell drehen die Räder durch. Hinzu kommen die Gitter am Anfang und Ende der Brücke: Sie verhindern ein schwungvolles Auffahren und zwingen alle abzubremsen.  Danach schafft auch der geübteste Fahrer die Steigung nicht mehr.

Wir haben daher beim Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau nachgefragt: „Das Brückenbauwerk wurde 2014 saniert. Dabei wurde auch der Bodenbelag erneuert. Durch einen Gutachter wurde seinerzeit die ausreichende „Rauigkeit“ der Beschichtung bestätigt“, berichtet dieses. Kleinere Schäden seien zuletzt im Jahr 2017 beseitigt worden. Die Brücke werde ebenso wie alle anderen technischen Bauwerke regelmäßig kontrolliert, so die Mitarbeiter. Sollten dabei weitere Schäden festgestellt werden, würden diese nach Ablauf des Winterhalbjahres und der  Frostperiode bei geeigneter Wetterlage repariert.

 

Allerdings gab das Amt zu Recht an, dass das Bauwerk im Bereich von Bäumen liegt – daher wolle man prüfen, ob künftig ein normaler Reinigungsturnus ausreichend sei. Sollte dies nicht der Fall sein, werden gegebenenfalls Sonderreinigungen vereinbart, damit nasses Laub entfernt und eine ausreichende Griffigkeit des Untergrunds gegeben ist. Damit wäre in Sachen Sicherheit schon ein Fortschritt zu erreichen – denn bislang ist dieser Weg eher ein Abenteuer als alles andere.

 

Text und Foto TJ