Immer öfter war in den letzten Wochen zu hören: „Ich vermiete ein Zimmer an Studenten.“ Hintergrund des neuen Wohnmodells waren oft die Einsamkeit zu Coronazeiten sowie der mangelnde Wohnraum. In der Südstadt sind es schon richtig viele, die sich eine Wohnung teilen, und damit meinen wir nicht eine klassische Studenten-WG, sondern das Mehrgenerationenleben. Student zieht zu Senior – die Gefahr sozialer Isolation und das Bedürfnis nach einer Gemeinschaft ist so für beide Seiten gebannt, von den wirtschaftlichen Vorteilen ganz zu schweigen. Dazu kommt, der Student kann in dieser Art von Homeoffice perfekt lernen, der Senior hat wieder Leben und Hilfe in der Wohnung oder seinem Haus. Offenheit, Neugierde und zugleich gesunden Abstand braucht man bei diesem Modell natürlich. Horst Steinfeld berichtet von seinen Erfahrungen: „Ich hatte die Nase voll vom Alleinsein und so habe ich einfach in der Straße ein paar Zettel aufgehangen und dann nahm alles seinen Lauf. Heute wohnt Torben bei mir, er ist Student an der TH. Das war die beste Entscheidung nach dem Tod meiner Frau.“ Oft Essen die beiden zusammen, auch Fußball schauen sie gemeinsam, dazu geht in der Männer-WG der Gesprächsstoff sowieso nie aus. „Horst ist wie mein Onkel, immer werkelt er etwas“, so der sympathische Erstsemester-Student. Möchten auch Sie ein solches Wohnmodell leben, bei der Stadt Köln, Amt für Wohnungswesen gibt es eine Stelle, die sich Wohnen-für-Hilfe nennt. Auch entdecken immer mehr Immobilien- Makler dieses Thema und suchen den passenden Untermieter.