Gerd Conrads „Anliegergemeinschaft Sürther Aue“ informiert:

Die „Anliegergemeinschaft Sürther Aue“ informierte am 09.08. an einem Infostand auf dem Sürther Marktplatz nochmals über Gründe und Hintergründe, die zur Ablehnung der Anlieger zu einer Umsiedlung der Schrotthandlung Theo Steil in den Godorfer Hafen führen. Insbesondere wurde aufgeführt, dass das Vorhaben sich nicht in das derzeitige Landschaftsbild einfügt. Der Gebietscharakter wird eindeutig verändert. Das Ortsbild wird beeinträchtigt (dadurch keine Erlaubnis nach § 34 BauGB möglich). Auch die Nutzungsänderung des Hafengebietes (kein reiner Umschlag von Gütern mehr, sondern Schrottverwertung in Hochwasserlage und im Wasserschutzgebiet), ist aus Sicht der Anlieger nicht genehmigungsfähig. Hinzu kommen weitere Bedenken u.a wegen zu langer Betriebszeiten, Lärm, Staub, Schadstoffe (s. SHELL), Extrem-Hochwasser.

Außerdem befürchten die Anlieger zusätzliche Belastungen im Kölner Süden durch das geplante Autobahn-Brückenbauwerk (Rheinspange A533) südlich des Godorfer Hafens, die geplante Trasse und Brückenbauwerk für Fußgänger, Fahrradfahrer und den ÖPNV, zusätzliche 1.000 Parkplätze mit entspr. Belastung der B 9 durch die Erweiterung der Fa. Ströer, den Bau der Großanlage durch Evonik (Ethylenoxid (EO) und des trimodaler Containerterminal der Evonik in Lülsdorf, sowie die Neubeplanung und -bebauung des ehemaliges Linde-Areals in Sürth. Erwähnt wurde auch der Baustellenverkehr durch die Neubauten am Sürther Bahnhof.

Die Anlieger wollten wissen, was die zur Kommunalwahl 2020 antretenden Kandidaten und Parteien zu diesen Themen und ihren Fragen sagen.

Der Infostand war sehr gut besucht. Alle Fraktionen der Bezirksvertretung Rodenkirchen waren vertreten, auch einige Ratsmitglieder folgten der Einladung und ließen sich von den Vertretern/innen der Anliegergemeinschaft eingehend informieren (s. Fotos).

Besonders erfreut waren die Initiatoren über den Besuch von Oberbürgermeisterin Henriette Reker (s. Fotos), die sich ausgesprochen viel Zeit ließ, sich informierte und zusagte, sich bei der Bezirksregierung über die tatsächlichen Gründe der Absage des Erörterungstermines am 06.06. zu informieren und auf eine Ersatzveranstaltung zu drängen. Außerdem will sie mit der „Anliegergemeinschaft Sürther Aue“ weiter in Kontakt bleiben.

Fotos: Gerd Conrads