Gerda Laufenberg

Foto: spiegelbild-koeln.de

 

 

Gerda Laufenberg                                       
Atelier:
Mühlenweg 3
50996 Köln

www.GerdaLaufenberg.de
mittwochs von 14 bis 18 Uhr  geöffnet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer sind Sie? Erzählen Sie uns bitte etwas über sich.   

Ich bin Malerin und Illustratorin, gelegentlich Autorin,  1978 nach Rodenkirchen gezogen – aus Nippes, wo fast niemand Rodenkirchen kannte…

Was verbindet Sie mit dem Kölner Süden?

Die Nähe zum Rhein, das Kanu-Fahren, die Spaziergänge am Rheinufer, das Grillen im Sommer am Strand  … und die Stadtteilbibliothek, die „mein“ Verein Literamus zu einem kulturellen Zentrum des Kölner Südens  gemacht hat. 

Wo ist Ihr Lieblingsveedel und warum?

Schwer zu sagen – irgendwie immer noch die Südstadt. Aber auch Sülz, Klettenberg, Sürth, Weiß ….

Was können Sie zur Vergangenheit im Kölner Süden sagen?

Nicht viel. Das meiste was ich weiß, weiß ich vom Arbeitskreis „Rodenkirchen erinnert sich“, den Dr. Cornelius Steckner beim Verein Literamus  ins Leben gerufen hat: Da wird alles gesammelt, was seit Menschen-Erinnern in Rodenkirchen und Umgebung passiert ist.

Sind Sie ein Karnevalsfreund, mögen Sie die fünfte Jahreszeit und verkleiden Sie sich? Wenn ja als was…

Je älter ich werde, desto mehr lässt mich der Karneval kalt, zumindest der offizielle. Ich lasse mich aber gern mitreißen, ich mag Kneipen- und Vorortsitzungen – aber zu  klassischen Sitzungen in den Gürzenich müsste man mich hinschleifen. Da sitzen bierernst Männer in ihrer Litefka (diese würdevolle Kappe halten sie für ein Kostüm..) und vertreten Ämter. Das ist für mich das Gegenteil von Karneval….  

Sind Sie in einem Verein oder engagieren Sie sich ehrenamtlich?

Ich bin in verschiedenen Vereinen, sogar in einem Karnevalsverein….Und im Kanu-Club Grün-Gelb, der das schönste Clubgelände von Rodenkirchen besitzt.  Und im Vorstand des Partnerschaftsvereins Köln-Barcelona. Vor allem aber im Vorstand von Literamus e.V. Dieser Rodenkirchener Förderverein für die Bibliothek liegt mir am meisten am Herzen. 

Wo finden Sie es richtig schön im Kölner Süden? Wo halten Sie sich gerne auf?

Richtig schön ist es unten am Rheinufer, so ab der Quetsch bis runter zum Campingplatz und rein in den Wald.  Jede Menge wunderschöner Buchten, weite Wiesen… Abends sitze ich auf irgendeiner Kribbe und schaue zu, wie sich die Sonne beim Untergang in der Rodenkirchener Brücke aufhängt.

Was gefällt Ihnen im Kölner Süden überhaupt nicht? Was nervt?  Wo sind für Sie Schandflecke?

Alles was an Bauten neu hinzukommt ist austauschbar und beliebig. Natürlich kann nicht weiter „dörflich“ gebaut werden, aber die wenigen Reste an alter Bausubstanz werden und wurden gnadenlos vernichtet. Das olle Johanniterhaus und die Fabrik dahinter, wo früher die Kunstschule zuhause war – das alles hätte in ein neues Baukonzept integriert werden müssen. Der alte Bahnhof hätte nie abgerissen werden dürfen. Es nutzt nichts, wenn nach dem Verlust alte Fotos gesammelt und veröffentlicht werden – man muss den Verlust verhindern.    

Wo ist Ihr Lieblingslokal und warum?

Das Bootshaus vorm Fährhaus. Die tun erst gar nicht als ob sie etwas mit Eleganz zu tun hätten, es ist wunderbar urig, nix ist modisch, stylisch und poliert, die Bänke draußen stehen dicht an dicht und auf die Idee mit den seitlichen Sitzbrettern muss man erst mal kommen… Außerdem gibt es wunderbare Schnitzel zu zivilen Preisen. 

Was fehlt Ihnen im Kölner Süden?

Ein  Jugendzentrum, eine  Kleinkunstbühne, ein Kabarett, ein Saal für kleinere Veranstaltungen

Und was finden Sie ist einzigartig hier?

Mittlerweile nicht mehr viel – es ging sehr viel „Einzigartiges“ verloren. Was im Gegensatz zum Kölner Norden wirklich hervorzuheben ist: Bei uns ist der Rhein noch ein wunderbarer Fluss, mit herrlichen Ufern, wunderbaren alten Villen, Bootshäusern und Lokalen, die einen Ausflug wert sind.  

Über wen, würden Sie gerne etwas aus dem Kölner Süden erfahren?

Über meine Nachbarn im Haus und nebenan. Wir sind eine große Gemeinschaft und wissen fast nichts voneinander…

Welche Worte würden Sie gerne den Menschen mit auf den Weg geben?

Ich neige nicht dazu, Menschen „Worte mit auf den Weg zu geben“. Das wollen die meisten gar nicht – und haben es auch nicht nötig.

Und was sind Ihre Zukunftsgedanken an Ihr Stadtgebiet?

Ich glaube immer noch daran, dass unsere Gemeinde ein neues Rathaus bekommt, ich hoffe immer noch darauf, dass mehr ständige Kultur in den Ort einzieht, nicht nur durch kurzfristige Aktionen wie Kunstmeile und Frühling …