Schützen: Reduzierte Abordnung mit Abstand – Auch bei der Kranzniederlegung achteten die Adlerschützen auf die Abstandsregeln. Foto: Surmann

Die Adlerschützen aus Zollstock hatten allen Grund zu feiern. 90 Jahre werden sie in diesem Jahr alt, eigentlich ein Grund für eine ausgiebige Feier. Doch in Zeiten von Covid 19 ist alles anders, mit einer den Gesundheitsregeln entsprechenden reduzierten Feier gab es dennoch ein für alle schönes Gedenken an die lange Geschichte des Zollstocker Vereins. Der Geburtstag begann mit einer Kranzniederlegung zum Gedenken an die verstorbenen Schützen am Hochkreuz des Südfriedhofs. Ohne große Abordnung, ohne Musik und mit dem gebotenen Abstand wurde der Toten gedacht, um anschließend gemeinsam eine heilige Messe zu feiern. Dort wurde Pfarrer Andreas Brocke als neuer Präses der Schützen eingeführt. Der scheidende Präses Dr. Ludwig Schmahl wurde nach 25 Jahren zum Ehrenpräses ernannt. Zur eigentlichen Feier trafen sich die Schützen mit ein paar geladenen Gästen aus dem Veedel und der Politik im Schützenheim, um bei einem gemeinsamen Essen einige Ehrungen vorzunehmen. Nach einer Laudatio des Vorsitzenden Hans-Jürgen Kampf wurde Brudermeister Dieter Jansen zum Ehrenbrudermeister ernannt, er war drei Jahrzehntelang an der Spitze der Zollstocker Adlerschützen. Kommandant Dieter Bresse bekam die höchste Auszeichnung, die ein Schütze bekommen, den kleinen goldenen Stern zum Sebastianus Ehrenkreuz, verliehen.Die Schützenkönigin Anke Jongen wurde mit dem silbernen Verdienstkreuz ausgezeichnet, Schützenkönig Mike Jongen bekam das Bezirksverdienstkreuz erste Stufe. Um alles Corona-gerecht zu gestalten, war die Gästezahl auf 70 Leute beschränkt, die in Gruppen und mit Abstand auf die Tische verteilt wurden. Dort lagen zudem noch Namenslisten aus, in die sich jeder eintragen musste. „Wir können inzwischen ganz gut mit diesen Einschränkungen umgehen“, erläutert Hans-Jürgen Kampf. „Auch im normalen Schießbetrieb haben wir uns auf die Situation eingestellt.“ Geschossen werden darf hier nur mit drei Leuten nach Voranmeldung und das auch nur für eine Stunde. Trotz allem war es für die Schützen und ihre Gäste aus dem Veedel ein tolles Jubiläum, so dass alle optimistisch und in der Hoffmungauf baldige bessere Zeiten wieder nach Hause gingen. (kgs)