Was hat Mike Homann, der amtierende Bezirksbürgermeister, eine schöne Erinnerung geschaffen: Das rote Buch von Rodenkirchen.
Seit 2018 legt er das festgebundene Buch wichtigen Persönlichkeiten aus dem Stadtbezirk vor, um diese mit einem Text zu ehren und mit Ihrer Unterschrift für die Ewigkeit festzuhalten. So auch Eberhard Petschel (69),  Dipl. Physiker, Lehrer im Ruhestand des Gymnasiums Rodenkirchen, Mitglied der Grünen und der vor allem Bezirksbürgermeister war. Mike Homann lobt seinen Vorgänger außerordentlich: „Er war MEIN Bezirksbürgermeister, obwohl unsere Partei-Farben ganz unterschiedlich sind. Er hat mich geprägt, von ihm habe ich viel gelernt und er ist bis heute eins meiner Vorbilder“. Eberhard Petschel wurde bekannt durch seinen Einsatz für den Kreisel in der Ortsmitte, für seine parteiübergreifende Politik, seine Leidenschaft und seine Kraft für den Stadtbezirk. 2012 zwang ihn die Gesundheit zum Rücktritt, er hatte sich zu viel zugemutet und musste er sich entscheiden zwischen Schule und der Politik. Die Doppelbelastung als ehrenamtlicher Politiker und hauptberuflicher Lehrer war einfach zu viel.
Petschel hatte nämlich schon immer Visionen, Ziele, klare Vorgehensweisen und kritisierte schon damals die Verwaltung der Stadt Köln. Petschel ist noch heute darüber erbost, dass es so lange gedauert hat. Verwaltung ist bis heute zu langsam. Beschlüsse, Umsetzungen, Bürgerbeschwerden, werden zu spät bzw. unzureichend behandelt.
Der Kreisel zeigt es ganz deutlich, was war das Geschrei groß, was hat es gedauert, was wurden für Beschwerden eingereicht und heute ein paar Jahre später sind alle zufrieden.
Für Petschel, der natürlich weiter politisch aktiv ist, war der Eintrag eine ganz besondere Ehre, denn er steht quasi zweimal im Buch. Einmal zum Neujahrsempfang, bei dem er leider erstmalig seit vielen Jahren fehlen musste und dann jetzt im Oktober 2020. „Es war mir wichtig, ihn als einen meiner letzten Amtshandlungen noch in das Buch zu bekommen“, so Mike Homann, der zum 1.11.2020 sein Amt abgibt, um dann zurück in der SPD volle Leistung zu bringen.

Bei der Unterzeichnung sah man beiden ihre Vertrautheit, Achtung und Respekt und gewissen Stolz an.

Sichtbar erfreut war auch Manfred Giesen, ebenfalls von den Grünen. Er überreichte seinem Partei-Kollegen zwei Plakate als Geschenk aus der Vergangenheit.

Darauf war Petschel in den 1980iger Jahren zu sehen mit den Worten: „Das sind wir, Bürgerinitiative, Umwelt  Rodenkirchen/Bez.ll Die Grünen“ und ein zweites „Für einen grünen Süden – Zeit für mehr Bürgerwillen“. Aussagen, die noch heute passen.

Gießen und Petschel machen nämlich schon seit vielen Jahren zusammen Politik und werden sich jetzt nach der Neuwahl mit vielen Dingen auseinandersetzen. So wird die Jugendpolitik, das Jugendforum und die jungen Themen im Leben einen ganz großen Teil einnehmen. Wir müssten den Generationen die folgen Zukunft schaffen, d.h. Visionen in Taten umsetzen, Ziele verfolgen und mit Weitblick handeln.
Also all das, was Petschel bereits als Bürgermeister begonnen hat. Petschel und Giesen glauben nämlich an die Grünen und die beide Herren sind sich sicher. „Wir werden noch so manche Neuheit bringen, wieder viel Geschrei erzeugen und am Ende etwas Großartiges für Köln und den Stadtbezirk erzeugen“, und so verlassen alle mit einem Lächeln das Büro im Rathaus an der Hauptstraße.