Wir verbrauchen im Jahr von Dezember
bis Februar ca. 50% und von
November bis März ca. 75% der jährlichen
Heizenergie. Oftmals verbrauchen
wir zu viel Energie durch Unwissenheit
und falsche Bedienung. Durch
kleine Eingriffe oder Änderungen
im Heizsystem kann man bereits viel
Energie sparen. Bei der Bedienung
der Thermostatreglern an Heizkörpern
wird häufi g der Fehler gemacht, dass
diese bei Kälte voll aufgedreht werden
und wenn es dann zu warm ist,
wieder zugedreht. Die Zahlen auf den
Thermostatreglern sind Pseudonyme
für Temperaturen. So steht je nach
Hersteller und Modell, die 1 für 16°C,
die 2 für 18°C, die 3 für 20°C usw. Stellt
man den Thermostatregler auf 3 also
20°C, so öffnet sich das Thermostat
sobald die Umgebungstemperatur
19°C unterschreitet und schließt,
sobald die Umgebungstemperatur
20°C erreicht hat.Dadurch dass
der Heizkörper beim Schließen des
Thermostates noch warm ist und die
Wärme an den Raum abgibt, kann
sich die Umgebungstemperatur noch
etwas nach oben bewegen. Sobald
die Raumtemperatur wieder abfällt,
öffnet sich das Ventil von selbst und
schließt automatisch, wenn die eingestellte
Temperatur erreicht ist. Stellt
man das Thermostatventil auf die
höchste Stufe, so erwärmt der Heizkörper
den Raum nicht schneller. Je
nach vorheriger und neuer Nutzung
lassen sich alleine durch die richtige
Bedienung bis zu 10% Energie einsparen.
Thermostatventile gibt es auch
als elektronische Regler. Hier können
die Zeiten mit unterschiedlichen Temperaturen
eingestellt werden, ähnlich
wie bei Zeitschaltuhren. Dies hat den
Vorteil, dass sie genaue Tag-Nacht
Temperaturen regeln oder Abwesenheiten
berücksichtigt werden können.
Die Verbindung mit »smart Hometechnik
« ist bei elektronischen Reglern oft
möglich. Diese Systeme, lassen sich in
fast allen vorhandenen Heizungsanlagen
nachrüsten. Je nach Heizsystem
lassen sich damit zwischen 10-25%
Energie einsparen.
Bericht: Marc Schmitz Obermeister der
Innung Sanitär Heizung Klima Köln