Wahlbüro Henriette Reker informiert:

Henriette Reker hat mit Blick auf die Stichwahl am kommenden Sonntag Schwerpunkte für die ersten Wochen ihrer zweiten Amtszeit vorgestellt. Reker: „Köln braucht einen Profi. Ich kann halten, was ich verspreche. Ich bitte die Kölnerinnen und Kölner um Zeit, damit die tiefgreifenden Reformen, die ich angestoßen habe, wirken können. Wir dürfen keinen Rückschritt riskieren.“ Den Wunsch nach einer Benennung von Themen, die nach der Wiederwahl kurzfristig angepackt werden könnten, könne sie aber gut nachvollziehen, so Reker weiter.

Folgende vier Kernpunkte wolle sie daher in den Mittelpunkt ihrer Arbeit in den ersten Monaten der zweiten Amtszeit intensivieren:

1) Mobilitätsoffensive für die Außenbezirke

„Kölns Außenbezirke sind gleichberechtigte Teile unserer Metropole. Ich will gleiche Lebensbedingungen in ganz Köln. Dafür müssen wir zu allererst bessere Verkehrsverbindungen vom Zentrum in die Außenbezirke schaffen.“
Konkret bedeutet das:

  • Schnellere Planung von Radschnellwegen vom Zentrum in die Außenbezirke
  • Kurzfristige Umwandlung der Venloer Straße zwischen Innerer Kanalstraße und Ehrenfeldgürtel in eine Einbahnstraße
  • Beschleunigung des Vollanschlusses der L82n an die A59 in Porz
  • Machbarkeitsstudie für eine rechtsrheinische Ringbahn der KVB von Flittard über Dellbrück bis Porz
  • Schaffung der Stelle eines Fußgängerbeauftragten

2) Stärkung des Ordnungsdienstes

„Damit Menschen sich beteiligen, damit sie die Stadt genießen können, muss eines immer da sein: das Gefühl, in Sicherheit zu sein. Kriminalstatistiken hin oder her, wenn Menschen sich in ihrer eigenen Stadt nicht sicher fühlen, muss uns das zu denken geben, dann müssen wir handeln.“
Konkret bedeutet das:

  • Schnelle Besetzung zusätzlicher Stellen für den Ordnungsdienst
  • Erhöhung der Bußgelder für Müllverschmutzung, insbesondere Zigarettenstummel
  • Mehr Schwerpunkteinsätze von Ordnungsamt und Polizei auf Kölns Plätzen: Insbesondere Neumarkt, Ebertplatz, Chlodwigplatz

3) Schnellerer Radwegausbau

„Die Kölnerinnen und Kölner steigen immer stärker auf das Rad um. Gut so! Ich lese das Votum der Kölnerinnen und Kölner vom 13.9. auch als Auftrag an die Verwaltung, mehr Tempo beim Ausbau und der Sanierung der Radwege zu machen.“

Konkret bedeutet das:

  • Sofortprogramm für die Sanierung der Radwege
  • Beschleunigte Planung für den Lückenschluss im Radwegenetz
  • Einberufung einer Radwege-Konferenz mit den Nachbarkommunen zur schnellen Verwirklichung der Radwegeanschlüsse innerhalb der Region

4) Soziale Teilhabe stärken, grüne Stadt erhalten

„Die sich schon jetzt immer stärker bemerkbar machende Wirtschaftskrise darf nicht zu einer sozialen Spaltung unserer Gesellschaft führen. Ich werde daher insbesondere kulturelle Angebote der Stadt für alle zugänglich machen. Kunst und Kultur sind für alle da. Es darf nicht vom Portemonnaie abhängen, wer am sozialen und kulturellen Leben teilnimmt. Dazu gehört für mich auch, dass wir die Zugänglichkeit der Grüngürtel für alle garantieren. Ich werde mich zudem weiter beim Land für eine Beitragsfreiheit für die Kindertagesstätten einsetzen. Durch Corona haben wir die Beiträge teilweise bereits aufheben können. Ich verspreche aber nichts, was ich nicht halten kann. Die sofortige Abschaffung der Beiträge hält der städtische Haushalt nicht aus. Der Respekt vor den Eltern gebührt es, dass wir an dieser Stelle ehrlich sind.“

Konkret bedeutet das:

  • Freier Eintritt in städtische Museen
  • Investitionsprogramm für Barrierefreiheit an KVB-Haltestellen
  • Planungsschub für das Ausbildungszentrum Pflege