Reinhard Houben MdB berichtet:

Houben: Kein Geld mehr in alte Kupferkabel stecken 

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Reinhard Houben erklärt zum Ausbau
des Glasfasernetzes in Deutschland:

Die alte Bundesregierung hatte das Ziel, das Internet in ganz Deutschland
auf eine Geschwindigkeit von 50 Mbit pro Sekunde auszubauen. Das ist
viel zu wenig. Die neue Regierung muss hier deutlich ambitionierter werden.
Ziel muss ein flächendeckendes Glasfasernetz mit einer Geschwindigkeit
von 1.000 Mbit pro Sekunde sein. Es macht überhaupt keinen Sinn,
jetzt noch Geld in veraltete Kupferkabel zu stecken.

In Köln sollen jährlich 6.000 neue Wohnungen gebaut werden. Diese Neubauten
müssen von Anfang an mit Glasfaser erschlossen werden. Dies muss auch für Einfamilienhäuser gelten. Das ist nicht nur für die Bewohner wichtig, sondern mittlerweile auch ein wichtiger Faktor für den Wert der Immobilie und für die Vermietbarkeit.

Besondere Bedeutung hat das Glasfasernetz auch für unsere Gewerbegebiete.
Unternehmen und Freiberufler müssen immer größere Datenmengen
verarbeiten. Kein Arzt möchte 24 Stunden auf die Übertragung
einer Computertomographie warten. Es ist zumindest ein erster Schritt,
dass NetCologne im nächsten Jahr zehn große Gewerbegebiete ans Gigabit-
Netz anschließen wird. Die anderen Anbieter sind nun in der Verantwortung,
Glasfaser auch in den verbleibenden Gewerbegebieten zu verlegen.