Im Februar geht es mir der nächsten Premiere weiter.

Im Februar geht es mir der nächsten Premiere weiter. FRIGHT*END Eine performative Ängstallation heißt das neue Rechercheprojekt des Comedia Theaters, für das in Köln-Mülheim in einer Dependance mit Jugendlichen gearbeitet wurde.

Frauen und Mädchen haben oft mehr Angst allein im Dunkeln nach Hause zu laufen, als Jungen und Männer. Mädchen mit Kopftuch werden in der Bahn öfter angestarrt, als Mädchen ohne Kopftuch. Jüdische Kinder gehen jeden Tag beim Betreten des Schulgebäudes an zu ihrem Schutz bewaffneten Menschen vorbei. LGBTQ-Kinder & Jugendliche sind häufiger von Mobbing betroffen als andere Kinder.
Angst ist ein uns allen bekanntes Gefühl. Doch was, wenn dieses Gefühl nicht mehr nur in der Situation entsteht, sondern überschwappt und ganze (öffentliche) Orte markiert, diese zu Angst-Räumen werden? Wenn die Blicke der Anderen stechen, weil man eine andere Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder Sexualität hat, als die Mehrheit der Menschen in diesem Teil der Stadt?
Wo fühlen wir uns sicher? Und was braucht es, um Angst-Räume zurückzuerobern, sich zu empowern und Brave-Spaces zu gestalten? Mit FRIGHT*END recherchiert das COMEDIA Theater im Kölner Veedel Mülheim zum Thema Brave-Spaces, dem Gegenentwurf und der Utopie zu gesellschaftlich geprägten Angst-Räumen. Im künstlerischen Prozess entsteht aus dem recherchierten Material eine theatrale Installation im öffentlichen Raum und kehrt in das Veedel zurück.
Die in Teheran geborene Regisseurin und Filmemacherin Nazgol Emami absolvierte ein Postgraduierten-Studium an der Kunsthochschule für Medien in Köln im Bereich Audiovisuelle Medien mit Schwerpunkt Experimentalfilm und Dokumentarfilm und ist seitdem als Videokünstlerin, Regisseurin und Redakteurin an Theatern, in Film und Fernsehen unterwegs.

Besetzung Janine D’Aragona, Bernd-Michel Pierre Louis Inszenierung Nazgol Emami Bühne & Kostüm Miriam Purushotham
Musik Keshav PurushothamDramaturgie Anna StegherrSchreibwerkstatt Charlotte Luise FechnerTheaterpädagogik Sibel Günbatan, Sarah Modeß, Hanna Westerboer

Weitere Theater Stücke im Februar für Junges Publikum:

Linea alba (12+) – Eine tänzerische Auseinandersetzung mit Männlichkeit von Lin Verleger und Ensemble

Wegklatschen (13+) – Applaus für Bonnie und Clyde von Sergej Gößner

im wald (da sind) (6+) – von Ruth Johanna Benrath

Monsta (4+) – Ich pass auf dich auf, wenn Du schläfst | Nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Dita Zipfel bearbeitet für das COMEDIA Theater von Jutta M. Staerk

Emil und die Detektive (6+) – Die Kölner Fassung für drei Spieler nach Erich Kästner

Zu Gast ist die Reihe PhilharmonieVeedel Baby mit Ein Hut, eine Stock, ein Regenschirm(0-2) 

Damit Theater in Corona-Zeiten weiterhin Theater sicher stattfinden kann, bitten das Comedia Theater alle Gäste sich nach wie vor an die Hygienemaßnahmen zu halten. Zur Zeit umfassen diese die 2G-Regeln, als auch die Maskenpflicht im gesamten Gebäude und während der Vorstellungen. Durch diese Maßnahmen, das geräumige Foyers, die hohen Säle sowie die gute Lüftungssysteme (Erneuerung der Luft durch Frischluftzufuhr – 8 mal pro Stunde) schafft das Comedia Theater die Grundlage, um möglichst vielen Zuschauer:innen den Besuch in der COMEDIA zu ermöglichen.

Siehe https://www.comedia-koeln.de/