© Thomas Banneyer von links: Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Henriette Reker, Mike Homann Bezirks-bürgermeister Stadtbezirk Rodenkirchen, Peter Appeltrath Polier der Firma Züblin, Sandra Kißmann Abteilungsleiterin Bauprojektmanagement I in der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln, Eduard Manz Oberbauleiter der Firma Züblin, Anne Lena Ritter Leiterin des Amtes für Schulentwicklung der Stadt Köln, Ute Kochsiek Schulleiterin Ernst-Moritz-Arndt-Schule (EMA)

Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat gemeinsam mit Anne Lena Ritter, Leiterin des Amtes für Schulentwicklung, Sandra Kißmann, Abteilungsleiterin des Bauprojektmanagements für Schulbau in der Gebäudewirtschaft, und Schulleiterin Ute Kochsiek samt aller „Klassentiere“ den Grundstein für die neue Ernst-Moritz-Arndt-Schule (EMA) im kleinem Kreise und unter Berücksichtigung der Hygiene- und Abstandsregelungen gelegt. Für Firma Züblin, die für das Projekt als Generalunternehmer tätig ist, nahm Oberbauleiter Eduard Manz teil.

Die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln errichtet eine fünfzügige Grundschule mit Zweifachturnhalle an der Sürther Straße im Stadtbezirk Rodenkirchen. Mit dem Neubau kann die Grundschule ihre Zahl an Schulplätze von aktuell 276 auf dann rund 500 erhöhen. Sobald die EMA den jetzigen Standort Mainstraße verlassen hat, kann die ebenfalls dort beheimatete Grüngürtelschule dank der freien Kapazitäten von drei auf vier Züge wachsen. Gegenüber dem Grundstück für den Neubau entsteht auf der anderen Straßenseite ein Neubau für die Offene Schule Köln (private Gesamtschule), die Baugenehmigung ist bereits eingereicht. Im direkten Umfeld liegt zu dem die Gesamtschule Rodenkirchen, die an der Sürther Straße entstehen wird.

© Drei Architekten von links: Peter Appeltrath, Polier der Firma Züblin und Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Henriette Reker

Die Fundamente und Bodenplatten sind bereits gegossen, die ersten Wände der Unterkellerung sowie der Sporthalle erstellt. Die Decken werden bis zum vierten Quartal 2020 gefertigt, die Gebäudehülle mit allen Fassadenbestandteilen soll im ersten Quartal 2021 soweit geschlossen sein, dass der Innenausbau und Einrichtung der Gebäudetechnik beginnen kann. Zuletzt sollen im ersten Quartal 2022 die Außenanlagen gestaltet werden.

Der Neubau des Schulgebäude ist wie folgt unterteilt: in den dreigeschossigen Gebäudetrakt A und die zweigeschossigen Trakte B und C. Durch die Anlage des Schulgebäudes und der Sporthalle entstehen einen Vorplatz entlang der Magistrale sowie zwei Pausenhöfe, die durch Erdwälle vom Straßenverkehr abgeschirmt werden. Die barrierefreie Sporthalle mit Hausmeisterwohnung schließt seitlich nahe der Sürther Straße an.

Herzstück der Schule werden Mensa und ein Forum. Gelernt werden wird in sogenannten Clustern – das sind Raumgruppen, in denen Lern- und Unterrichtsräume gemeinsam mit den zugehörigen Differenzierungs-, Aufenthalts- und Erholungsbereichen eine Einheit bilden. Sie sind variabel nutzbare, zentrale Lernlandschaften. Oberlichter im Dach sorgen für eine helle und freundliche Atmosphäre, sparen künstliches Licht und damit auch Energie. Der gesamte Neubau wird zudem in energetischer Bauweise (EneV 2016) errichtet inklusive Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Weitere Energieoptimierung und Klimaschutz gewährleisten zwei Photovoltaikanlagen auf Hallendach und Schulgebäude. Sonnenschutzverglasung, Raffstore und motorisch betriebene Fensterflügel zur Nachtlüftung sorgen auch im Sommer für wohltemperierte Räume.

Erste Überlegung für einen Neubau der Schule gab es bereits 2009, 2012 wurde in einem Architektenwettbewerb der Siegerentwurf des Planungsbüros Drei Architekten aus Stuttgart ermittelt. Nach dem der Baubeschluss 2017 erfolgte, starteten im November 2019 die ersten vorbereitenden Erdarbeiten zur Herstellung des Baugrundes.

Das Bauprojekt ist Teil des „Maßnahmenpaket Schulbau“ mit 22 Bauvorhaben (Neubauten, Erweiterungen, Generalinstandsetzungen und Interimsbauten) an elf Schulstandorten, die in einem beschleunigten Verfahren unter der Leitung der Gebäudewirtschaft durch Generalunternehmer (GU) oder Totalunternehmer (TU) geplant und/oder baulich umgesetzt werden sollen. Der aktuelle Kostenorientierungswert für die Realisierung der 22 Bauvorhaben liegt bei mindestens 520 Millionen Euro. Durch die Projekte werden mehr als 7.000 Schulplätze neu geschaffen oder gesichert.

Diese besondere Vergabeform erspart der Stadt zeitlich sehr aufwändige Vergabe nach Einzelgewerken und sorgt für Sicherheit in puncto Kosten und zeitlicher Fertigstellung. Auch nach der Vergabe an einen GU oder TU ist und bleibt die Gebäudewirtschaft weiterhin Herrin des Verfahrens, Kontrollinstanz sowie Eigentümerin der Objekte. Bei Projekten mit einem GU übernimmt dieser, nach umfangreich vorbereitenden Planungen unter der Leitung der Gebäudewirtschaft, sämtliche Bauleistungen. Totalunternehmer übernehmen darüber hinaus alle Planungsleistungen.

(Text&Fotos: Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Nicole Trum)