Dienstag, 14.05.2019, 19:00 bis 20:00 Uhr | Haus der Architektur Köln, Josef-Haubrich-Hof 2, 50676 Köln | Veranstalter: Haus der Architektur Köln e.V. | Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

„Jeden Dienstag 19 Uhr – eine Stunde Baukultur“ #487

Meschenich im Süden der Stadt Köln war ehemals ein Dorf, dessen Hauptwirtschaftszweig über Jahrhunderte hauptsächlich die Landwirtschaft war. Das Dorf ist vor allem in der Zeit der Nachkriegsjahre – verglichen mit der vorangegangenen Expansionsgeschichte des Ortes -unvergleichlich rasant gewachsen. Mehrere ehemals landwirtschaftlich genutzte Grundstücke wurden im Laufe der letzten Jahrzehnte verkauft und mit gewöhnlichen Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern bebaut. Eine grundlegende Idee oder ein ganzheitliches Konzept für die Entwicklung des Ortes ist dabei nicht zu erkennen.

Den bis heute größten Problempunkt des Ortes stellt die 1973 fertiggestellte Hochhaussiedlung „Am Kölnberg“ am nördlichen Eingang des Ortes dar, die einen drastischen Maßstabssprung zur restlichen Bebauung Meschenichs aufweist.

Anders als bei vielen vergleichbaren Bauwerken aus dieser Zeit ging es bei der Errichtung der Siedlung „Am Kölnberg“ ausschließlich um die Maximierung des Profits der Bauherren. Neben den unmittelbaren Problemen steht das Dorf jedoch auch vor der Frage, wie außerstädtisches Leben heute aussehen kann und was eigentlich die Identität des Ortes Meschenichs ausmacht.

Der Master Absolvent der Fakultät für Architektur, Christian Schramm, hat im Rahmen seiner Masterthesis Missstände vor Ort analysiert und Antworten dafür entwickelt, wie dörfliche Identität heutzutage architektonisch ausformuliert werden kann. Zum anderen macht er Vorschläge, wie mit dem gebauten Erbe der Moderne, hier manifestiert durch die Siedlung „Am Kölnberg“, heute umgegangen werden kann.

Christian Schramm stellt seine Arbeit im HDAK vor. Im Anschluss wird das Resultat mit dem Mitglied des Landtages, Oliver Kehrl, den Professoren der TH Köln, Yasemin Utku und Andreas Denk und der interessierten Öffentlichkeit diskutiert.

Moderation:

Prof. Rüdiger Karzel, Vorstandsmitglied im hdak und Dekan der Fakultät für Architektur, TH Köln