JUNGE FREIE WÄHLER Nordrhein-Westfalen kritisieren Zinswucher bei KfW- Studienkrediten

Der Zins für Studienkredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau wurde zuletzt zum 1. Oktober auf 9,01 Prozent erhöht. Bei dem aktuellen Leitzins von 4,5 Prozent ist dieser Zinssatz der Kreditanstalt für Wiederaufbau aus unserer Sicht nicht zu rechtfertigen. Gerade Studienkredite sollten subventioniert werden und mit einem niedrigen Zinssatz verfügbar sein. Zum Vergleich: im Oktober 2021 lag der Zins für Studienkredite der KfW noch bei 3,76 Prozent.
„In Verbindung mit der defizitären Lage der BAföG-Verwaltung in Form von mangelnder Digitalisie- rung und teils monatelangen Wartezeiten bei der Antragsbewilligung, wirkt die Unterstützung sei- tens Politik und zuständiger Organisationen für Studenten in Deutschland sehr schlecht organi- siert und abgestimmt,“ bemängelt der Landesvorsitzende Robert Viebahn der JUNGEN FREIEN WÄHLER Nordrhein-Westfalen die Lage und führt weiter aus: „Wir JFW NRW setzen uns daher von politischer Seite für eine Verbesserung der Situation ein. Ein Studium darf nicht zur Kostenfal- le werden und Umstände wie die Schwierigkeiten bei der Antragstellung von BAföG oder unver- hältnismäßig hohe Zinssätze dürfen nicht die Entscheidung, ein Studium aufzunehmen, negativ beeinflussen. Auf diese Art und Weise wird der allseits erwähnte Fachkräftemangel in Deutschland nicht bekämpft, sondern nur weiter genährt.“
Die JUNGEN FREIEN WÄHLER Nordrhein-Westfalen sehen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau vor allem auch dessen Verwaltungsratsvorsitzenden Christian Lindner in Pflicht: dieser hat die Vorgänge der Geschäftsführung der KfW maßgeblich zu überwachen. Solche Zinssätze bei Studi- enkrediten müssen spätestens bei der Kontrolle der Geschäftsführung auffallen und umgehend geändert werden. Die KfW ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts und sollte sich daher ihrer sozi- alstaatlichen Pflichten bewusst sein und Studienkredite zu angemessenen Konditionen anbieten.

(Text:Robert Viebahn/FREIE WÄHLER )