Bericht von Ulla Schöpermeyer

Wir sind alle gefragt und wir alle wissen es: Der Handel in den Vororten stirbt aus und die Handwerker finden keine Mitarbeiter. „Das darf doch nicht sein“, sagen viele. Doch sind wir es nicht alle mit schuld ? Jeden Tag fahren die Lieferfahrzeuge durch unsere Straßen, kistenweise werden Waren jeglicher Art bis vor die Haustür gebracht. Es gibt ganze Fan-Gemeinden, die sich daran ergötzen, als erstes eine neue Internetseite entdeckt zu haben mit dem angeblich ultimativen Produkt. Jedes Teil, was im Netz gekauft wird und oftmals aus anderen Ländern kommt, nimmt uns die wirtschaftliche Kraft. Natürlich können wir sagen, warum präsentieren sich unsere Unternehmen so schlecht im Netz? Warum haben Sie keinen Online-Handel und den Super-Sale? Warum keinen Lieferdienst? Warum gehen sie nicht die neuen Wege mit? 

Daran liegt zum Teil,das heutige „Ladensterben“: 

  • Weil es sich junge Unternehmen oft nicht leisten können,
  • der Traditions-Handel auf Kundennähe ausgelegt ist und es früher alles nicht gefordert war,
  • weil auch der Handel lernen muss und die neue Möglichkeiten in ihr Geschäftsmodell erst integrieren werden müssen,
  • das braucht leider alles Zeit,
  • Hilfe
  • und viel Umdenken.

Kauf vor Ort 

Fachhändler und inhabergeführte Unternehmen haben Herz und Charme, gerade die Branchenvielfalt und die kleinen Geschäften prägen das Stadtbild und laden zum Stöbern ein. Die persönliche Beratung, die Erfahrung und die bunten Schaufenster sind wertvolle Merkmale, die beim Kauf beachtet, aber nicht wertgeschätzt werden. Auch der oft gebotene Lieferdienst wird vor Ort nicht genutzt und schläft wegen mangelnder Nachfrage oft wieder ein. Der Händler vor Ort versucht vieles, doch belohnt wird dieser oft nicht dafür.

Ein „richtiges“ Geschäft im Veedel hat heute viel mehr zu leisten, dazu steigende Kosten an Miete und Personal.

Es ist Zeit, etwas zu unternehmen.

Darum heißt es für alle aktiv werden. Das Internet wird sich in rasendem Tempo weiter entwickeln und die Anforderungen an ein effektives und kostengünstiges Marketing wird weiter steigen.

Wie schreiben Sie in der Kölner Stadtteilliebe so schön:

Sind die Inhaber in der Regel im Tagesgeschäft gefangen und fehlt es oft an dem nötigen Know-How, das heute für ein effektives Online Marketing nötig ist. Doch kann auch da geholfen werden. Immer mehr Werbeagenturen übernehmen diese Aufgabe. Sie helfen dabei, Fördergelder zu bekommen und bieten eine leichte Umsetzung der Internetseite. So bietet auch der Webmaster der Kölner Stadtteilliebe ein kostenloses Gespräch an – siehe Webmaster der Kölner Stadtteilliebe -, dieses heißt es nur zu nutzen. Wie Sie auf Ihrer Webseite bei „über uns“ dem Webmaster schreiben können,  gibt es für Kölner Unternehmen aus Handel, Handwerk und Dienstleistungen zum Beispiel eine finanzielle Möglichkeit, welche beim digitalen Wandel hilft. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat das Förderprogramm „go digital“  aufgelegt und richtet sich gezielt an kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft.

Ich denke wir alle sind gefragt, ich werde bald den Handel vor Ort brauchen – da ich bereits 71 Jahre bin.

Die Kinder demonstrieren Freitags – wir sollten es jeden Tag und demonstrativ im Ort einkaufen gehen.