Torsten Ilg von den Freien Wählern informiert:

„Der Wunsch der Marienburger nach Verkehrsberuhigung, darf nicht gegen die ebenfalls berechtigte Kritik von Bürgern aus Bayenthal ausgespielt werden, die sich hier benachteiligt fühlen. Deswegen bin ich dafür den Verkehrsversuch zunächst zeitlich befristet weiterzuführen. Allerdings werde ich das Fazit der Verwaltung und die Zahlen nach Abschluss des Versuchs kritisch unter die Lupe nehmen und möglicherweise Nachbesserungen fordern, die die Menschen in Bayenthal nicht benachteiligen.“

Kommentiert Bezirksvertreter Torsten Ilg eine Bürgereingabe, die die Beendigung des Verkehrsversuchs in Marienburg zum Inhalt hat. Durch die neuen Einbahnstraßen-Regelung und Durchfahrtsverbote, würde mehr Stau entlang des Militärrings, der Bonner Straße, sowie in Bayenthal entstehen. Torsten Ilg gibt der Antragstellerin durchaus recht:

„Ich bin Ihnen für diese Bürgereingabe ausdrücklich dankbar. Denn Sie verdeutlicht, in welche verkehrspolitische „Sackgasse“ der Kölner Süden aufgrund falscher Weichenstellungen inzwischen gerutscht ist. Zu nennen ist ein falsches Strassenbahn-Konzept auf der Bonner Straße, für deren einspurige Verengung außer den Freien Wählern, leider alle anderen Gruppierungen gestimmt haben. Aber auch der geplante Teil-Rückbau der Rheinuferstraße zu Ungunsten des motorisierten Individualverkehrs ist zu nennen, sowie das Fehlen eines Konzepts zur Optimierung und zum Ausbau des Militärrings zwischen Rhein und Verteilerkreis. Hier staut sich der Verkehr sogar jetzt, während der Corona-Krise. Doch Stau verursacht Umweltschäden und schlechte Luft, das wird einfach ausgeblendet. Ich werde mich konsequent gegen den Rückbau weiterer Hauptverkehrsstraßen aussprechen, denn wir brauchen neben einem besseren ÖPNV auch eine Optimierung von Straßen, damit der Verkehr wieder fließen kann. Dazu gehört auch die Forderung nach einem Rückbau bereits beschlossener Engstellen.“