Köln und die Südstadt – meine ganz persönliche Stadtteilliebe

 

Köln ist ……

eine Stadt wie alle anderen. Mit Häusern, Straßen, Menschen, dunklen und hellen Ecken, guten und schlechten Seiten, mit zahlreichen Baustellen und sehr gut erhaltenen Wohnvierteln. Mit Ärgernissen in der Stadtverwaltung, aber durchaus auch mit Erfolgen. Mit Menschen ohne festen Wohnsitz und anderen, die sich beste Wohnungen leisten können.  Mit Kirchen, Geschäften, Kinos, Theatern usw.

 

Köln ist ……….

eine Stadt wie einige andere. Die Stadt liegt an einem Fluß, ist über Bahn und Flughafen mit dem Rest der Welt verbunden, hat zahlreiche Grünanlagen und sogar einen Zoo. Köln liebt seinen Fußballverein – egal wo er gerade steht, den KEC und die Universltät, die KVB, die nicht immer pünktlich ist,  die vielen Kinos, in denen auch immer wieder Premieren stattfinden und zahlreiche Red-Carpet-Veranstaltungen sowieso. Auch die Medien- und Filmbranche  sorgt immer wieder für tolle Abwechslung. Es gibt in den Museen große Ausstellungen und auch sonst ist für viel Abwechslung gesorgt.

 

Köln ist …….

eine einzigartige Stadt. Sie hat den Dom, Deutschlands beste Sporthochschule, den schönsten und längsten Rosenmontagszug (den ich kenne), total verrückte und ganz normale Bürger, ist für mich DIE Stadt schlechthin. Hier kann ich selbst als (altersmäßig fortgeschrittene) Frau wirklich alles machen, wonach mir der Kopf steht, ohne schräg angesehen zu werden. Und das ist nun wirklich einzigartig. Ich kann zum Theater, ins Kino, in jede Kneipe, in eins der vielen Brauhäuser, zu Veranstaltungen jeder Art, im öffentlichen Raum im Sommer in der Sonne liegen, jederzeit mit Menschen ins Gespräch kommen wenn ich will. Ich treffe seit Jahren bei jedem Rosenmontagszug eine Gruppe älterer Menschen immer an fast der gleichen Stelle, immer mit der dicken Drumm in einem alten Buggy, wir sehen uns nur da, teilen trotzdem unser Essen, singen zusammen und freuen uns, dass wir zu den vielen Jecken gehören, die keine weite Anreise in Kauf nehmen müssen.

Ich liebe es, hier zu leben, auch wenn die Mieten ganz schön hoch sind. Aber auch das haben einige andere Städte. In „meinem“ Krankenhaus kann ich 1 x wöchentlich zum Krafttraining kommen und muss nicht in einem hippen Fitness Studio rumhängen, ich kann jederzeit zu einem der vielen Stadt- bzw. Veedelsfesten gehen, mit anderen Menschen singen und mich an der jungen Musik erfreuen. Wenn ich wollte, könnte ich die Oper besuchen oder auch das Schauspielhaus. Mir liegt eher der Comedy und Rockmusik Bereich. Und auch das „darf“ ich als ältere Frau durchaus und ohne schräg angesehen zu werden.

Das ist nur ein Teil der Gründe, warum ich seit einigen Jahren sehr gerne hier lebe.

Autorin:

Henrike Feltges, Business & Karriere Coach