Kölns Gedächtnis ist zurück – neues Stadtarchiv eröffnet

Das wird wohl kein Kölner vergessen. Im März 2009 stürzte das Stadtarchiv in der Südstadt ein, zwei Menschen ließen ihr Leben, tausende Dokumente wurden vernichtet. Zwölf Jahre nach dem Einsturz wurde das neue Stadtarchiv am Eifelwall jetzt der Öffentlichkeit übergeben.

Wo früher das “Künstlerparadies Eifelwall“ zuhause war, ist jetzt ein 90 Millionen Euro teurer großzügiger Bau entstanden, der die geretteten Dokumente aus der Geschichte Kölns sicher und auf dem technisch neuesten Stand aufbewahrt und präsentiert. Ganze fünfzig Kilometer Regale wurden verbaut, die auf neun Klimazonen im Gebäude verteilt wurden.  So können die unterschiedlichen Archivgüter optimal geschützt aufbewahrt werden. Für Köln besonders erwähnenswert: Es gab weder Zeitverzögerungen noch Kostenexplosionen. Museumsleiterin ist weiterhin Bettina Schmidt-Czaja, die auch im eingestürzten Archiv schon im Amt war. Die Dokumente dienen sowohl Wissenschaftlern zu Forschungszwecken wie interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Die Restaurierung der Dokumente dauert übrigens noch lange an. Immerhin konnten 95 Prozent der verschütteten Dokumente geborgen werden.  Wenn ein einzelner Restaurator daran arbeiten würde, bräuchte er dazu 6300 Jahre, weiß die Museumsleiterin zu berichten.

Das Kölner Stadtarchiv findet man am Eifelwall 5 in 50674 Köln, es ist dienstags bis freitags von 9 bis 16:30 geöffnet.