Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ in politischer Beratung

Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik bringt die Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ in die politische Beratung ein. Erstes beratendes Gremium ist der Stadtentwicklungsausschuss am heutigen Donnerstag, 9. September 2021. Ziel ist es, dass mit dem Beschluss des Rates die Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ als Kompass für die zukünftige Stadtentwicklung anerkannt wird. Zudem sieht die Vorlage vor, dass eine einjährige Testphase durchgeführt wird, in deren Rahmen für relevante Verwaltungsvorlagen dargestellt wird, ob sie zur Zielerreichung beitragen oder den festgelegten Zielen widersprechen. Daneben wurde ein Stadtentwicklungsteam gebildet, das die Stadtstrategie in der praktischen Umsetzung steuert und Schlüsselprojekte definiert.

Ganzheitlicher Entstehungsprozess

Die Stadt Köln steht in den kommenden Jahren vor vielfältigen Herausforderungen: Bevölkerungsdynamik, demographischer Wandel, Klimawandel und Klimaschutz, Mobilitätswende, Digitalisierung sowie veränderte Arbeitswelten sind nur einige Themen, die sich für die Stadtentwicklung ergeben. Seit dem Frühjahr 2020 haben sich durch die Corona-Pandemie viele Herausforderungen verschärft und beschleunigt. Bereits 2017 hat der Rat der Stadt Köln deshalb die Verwaltung beauftragt, die Stadtstrategie als zentrale Grundlage für eine zukunftsgerichtete, strategische und nachhaltige Stadtentwicklung zu erarbeiten. Dazu wurde eine Arbeitsgemeinschaft (ARGE) aus drei Büros (Urbanista aus Hamburg, ASTOC aus Köln und urbanista.ch/bureau für raumentwicklung aus Zürich) beauftragt, die in einem integrierten Prozess gemeinsam mit über 40 Fachämtern und Dienststellen der Kölner Stadtverwaltung die Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ erarbeitet haben.

Nach verwaltungsinterner Arbeit wie auch umfassender Beteiligung von Bürgerschaft und Fachöffentlichkeit wurde die fertiggestellte Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ im September 2020 veröffentlicht.

„Kölner Weg“

Die Stadtstrategie stellt zwei Betrachtungsebenen in den Fokus, die die Zukunftsthemen Kölns mit der Raumentwicklung verbinden. Dieser sogenannte „Kölner Weg“ als innovativer Konzeptansatz ist somit eine ganzheitliche Grundlage für die Kölner Stadtentwicklung der kommenden Jahre und beinhaltet folgende Bausteine:

  • Die „360-Grad-Perspektive“ adressiert alle relevanten Handlungsfelder der Kölner Stadtentwicklung und formuliert in einem Zielgerüst fünf zentrale Leitzsätze, denen insgesamt 27 Ziele zugeordnet sind.
  • Die „Stadträumliche Perspektive“ übersetzt dieses Zielgerüst in 5 Zielkarten zu den Themen (1) Wohnen, (2) Wirtschaft, (3) Soziales, Kultur und Bildung, (4) Mobilität, (5) Grün und Klima.
  • Zehn Vorschläge zu Handlungsempfehlungen verbinden die beiden Perspektiven miteinander und operationalisieren sie.

Die „Kölner Perspektiven 2030+“ berücksichtigen bestehende (Fach-) Konzepte und Planungsansätze und formulieren die zentralen strategischen Stoßrichtungen. Als Kompass bilden sie den Rahmen für die künftige Stadtentwicklung Kölns, der durch konkrete Konzepte und Planungen ausgefüllt und operationalisiert wird.

Weitere Informationen sowie die gesamte Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“

(Text: PI/Stadt Köln/Sarala Christensen)