Der Starkregen am gestrigen 14. Juli hat den Betrieb der KVB stark beeinträchtigt. Tagsüber hatte es, z. B. durch überflutete Bahnunterführungen, lediglich Beeinträchtigungen auf einigen Bus-Linien gegeben. Abends, ab ca. 19.30 Uhr, führten die Wassermassen dann zur Störung des gesamten Betriebs.
Stefanie Haaks, Vorstandsvorsitzende der KVB: „Wir bedanken uns bei unseren Fahrgästen für ihre Geduld am gestrigen Tag mit besonderen Herausforderungen! Zugleich bedanken wir uns bei den Kollegen und Kolleginnen, die mit großem Engagement und einer enormen Leistung dafür gesorgt haben, dass der KVB-Betrieb soweit möglich aufrechterhalten wurde. Sie haben alles getan, um den Stadtbahn- und Busverkehr heute wieder in weiten Teilen nach Fahrplan durchführen zu können.“
Zu großen Störungen kam es auf den Stadtbahn-Linien 3, 4, 13, 16 und 18. Die Stadtbahnen der Linie 4 konnten nur bis zur Haltestelle „Keupstraße“ fahren, nachdem im Bereich der Haltestellen „Am Emberg“ und „Leuchterstraße“ die Gleise unterspült wurden. Hier mussten Fahrgäste nachts in einer Stadtbahn über mehrere Stunden ausharren, bis sie evakuiert werden konnten. Der Streckenabschnitt zwischen den Haltestellen „Im Weidenbruch“ und „Schlebusch“ wird aktuell noch durch einen Ersatzbus-Verkehr bedient. Zudem konnten im linksrheinischen Abschnitt der Stadtbahn-Linien 3 und 4 die Haltestellen „Akazienweg“ und „Wolffsohnstraße“ nur ohne Fahrgastwechsel passiert werden, nachdem eindringendes Wasser die Stromversorgung der Haltestellen beeinträchtigt hatte und durch fehlende Beleuchtung kein sicherer Ein- und Ausstieg zu gewährleisten gewesen wäre.
Besonders betroffen ist auch die Stadtbahn-Linie 13. Hier wurde die Haltestelle „Geldernstraße/ Parkgürtel“ erneut überflutet. Der Wasserstand von etwa 1,50 Meter in den Technikräumen übertraf noch den Wassereinbruch des Jahres 2017. Verschiedene technische Anlagen, wie etwa die Entlüftungs- anlage, sind stark beschädigt. Nach der Überflutung in 2017 wurden die technischen Anlagen in den bestehenden Räumen höher gelegt, was für den gestrigen Wassereinbruch nicht ausreichte.
Derzeit ist die Linie 13 noch zwischen den Haltestellen „Nußbaumerstraße“ und „Slabystraße“ getrennt. Im nicht bedienten Linienabschnitt kommen Ersatzbusse zum Einsatz. Die KVB wird nach erfolgtem Abpumpen des Wassers aus der Haltestelle die Schäden aufnehmen. Erst dann kann eine Prognose gemacht werden, ab wann die Bahnen der Linie 13 wieder über ihren gesamten Linienweg fahren werden. Dabei wird die Haltestelle zunächst ohne Fahrgastwechsel passiert werden.

Entlang der Stadtbahn-Linie 18 kam es im Streckenabschnitt zwischen den Haltestellen „Fischenich“ und „Dransdorf“ zu mehreren Gleisunterspülungen, so dass der Stadtbahnbetrieb aus Köln kommend nur bis zur Haltestelle „Fischenich“ durchgeführt werden konnte. Aktuell ist die Strecke noch nicht wieder freigegeben und es kommen Ersatzbusse zum Einsatz. Im Verlauf der Stadtbahn-Linie 16 kam es zu einer Überflutung des Tunneldurchgangs der Haltestelle „Brühl-Mitte“, so dass diese Haltestelle zeitweilig nur ohne Fahrgastwechsel passiert werden konnte.
Im Busbetrieb waren nachmittags und abends zahlreiche Linien durch gesperrte Straßen betroffen. Aktuell können die Busse der Linie 135 in Immendorf und der Linien 141 und 143 in Vogelsang ihre Linienwege noch nicht befahren. Zudem werden die Linien 139, 140 und 144 durch die Sperrung der Unterführung am Technologiepark in Müngersdorf behindert.
Zudem kam es zu Störungen von Signalanlagen und der Infoanzeiger an den Haltestellen. Durch die Wassermassen war zwischenzeitlich auch die Ein- und Ausfahrt des Betriebshofes Merheim gesperrt, so dass die Stadtbahnen auf die weiteren Betriebshöfe verteilt werden mussten. Hierdurch entstand ein spürbarer Aufwand für die Fahrzeugdisposition, um am heutigen Morgen möglichst alle Linien wieder nach regulärem Fahrplan bedienen zu können.
Über die Beeinträchtigung der KVB-Linien informieren stets aktuell auch die KVB-App und die KVB- Website unter www.kvb.koeln.
(Text&Foto:Kölner Verkehrs-Betriebe AG/STA)