LSBTI-Förderprogramm: Anträge bis 1. Oktober 2022 einreichen

Stadt fördert Projekte zur Gewaltprävention und zum Abbau von Diskriminierung

Das neue LSBTI-Förderprogramm der Stadt Köln geht in die zweite Runde: Noch bis Samstag, 1. Oktober 2022, können Anträge für die Förderung von Projekten eingereicht werden, die zum Abbau von Diskriminierung und Gewalt gegen lesbische, schwule, bisexuelle, trans- oder intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) beitragen.   Angesprochen sind eingetragene und nicht eingetragene Vereine, Initiativen, Gruppen und Schulen sowie natürliche Personen. Der Aufruf, sich zu beteiligen, richtet sich dabei nicht nur an Mitglieder der Kölner LSBTI-Communities, sondern ausdrücklich auch an Vereine und Gruppen der Kölner Stadtgesellschaft, die nicht Teil der LSBTI-Communities sind. Das Gesamtbudget für 2022 beträgt 80.000 Euro. Die Höhe der Förderung kann zwischen 500 und 10.000 Euro liegen.  

Gefördert werden Projekte in Köln, die sich Gewaltprävention oder den Abbau von Diskriminierung im Bereich LSBTI zum Ziel gesetzt und einen Bezug zum LSBTI-Aktionsplan der Stadt Köln haben. Dabei kann es sich sowohl um größere Projekte (etwa eine Veranstaltungsreihe, eine Kampagne oder einen Fachtag) als auch kleinere Projekte (beispielsweise eine Team-Fortbildung zum Themenbereich sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, ein Empowerment-Training, eine Sensibilisierungs-Schulung oder einen Workshop zum Abbau von Vorurteilen) handeln.  

Oberbürgermeisterin Henriette Reker:

Das Förderprogramm ist Ausdruck des Willens von Verwaltung, Politik und LSBTI-Communities, aktiv und gemeinsam Projekte zur Gewaltprävention und Antidiskriminierung in unserer Stadt zu unterstützen. In Oslo wurden Ende Juni bei einem Anschlag auf einen schwul-lesbischen Nachtclub zwei Menschen aus vermutlich homofeindlichen Motiven getötet. Nicht zuletzt der tragische Tod eines jungen transgeschlechtlichen Mannes am Rande des CSD in Münster zeigt, wie notwendig Maßnahmen gegen homo- und transfeindliche Gewalt sind. Für mich als Kölner Oberbürgermeisterin ist klar: Ob Oslo oder Münster – Homo- und Transfeindlichkeit sind nicht hinnehmbar – niemals und nirgendwo. Ein Angriff auf die Vielfalt, ist ein Angriff auf die pluralistische und demokratische Gesellschaftsordnung – und damit ein Angriff auf uns alle!  

Auch in Köln gibt es immer noch Menschen, die Opfer von Ausgrenzung oder homo- oder transfeindlicher Gewalt werden  – sei es zu Hause, in der Schule, am Arbeitsplatz oder auf der Straße. Mit dem Förderprogramm soll für viele verschiedene Gruppen und Vereine ein Anreiz geschaffen werden, Projekte durchzuführen, die zum Abbau von Diskriminierung beitragen.  

Die genauen Fördervoraussetzungen sind in der Richtlinie zum LSBTI-Förderprogramm nachzulesen. Das Antragsformular sowie weitere Informationen sind über die Fachstelle LSBTI im Amt für Integration und Vielfalt der Stadt erhältlich. Per E-Mail: LSBTI@stadt-koeln.de oder telefonisch unter 0221 / 221-21087.  

Mit der Einführung dieses LSBTI-Förderprogramms wird Maßnahme 10.12 des städtischen LSBTI-Aktionsplans umgesetzt, den der Rat der Stadt Köln unter dem Titel „Selbstverständlich unterschiedlich: Aktionsplan der Stadt Köln zur Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt“ im Dezember 2021 verabschiedet hat. Der Aktionsplan bündelt erstmals mehr als 160 Maßnahmen der Stadt Köln mit LSBTI-Bezug, darunter bereits laufende sowie künftige Projekte. Antrag per E-Mail

(Text:Stadt Köln/Pl/Sabine Wotzlaw)