Hobby oder Arbeit? – Eike Helm legt in seinem Vinyl-Laden das neue Album von ELEKTRAUM auf.

Die Liebe zum Vinyl verbindet Peter Tonger mit Manu Chehab von der Band ELEKTRAUM, eine Band mit einem völlig eigenen elektrischen Musikstil. In Frankreich genießen sie mittlerweile Kultstatus in eingeweihten Kreisen, aus der Kölner Südstadt heraus wollen sie jetzt die Fans dieser Musik in Deutschland erobern. „Am 12. Oktober spielen wir ab 20 Uhr in der Sonderbar (https://www.facebook.com/Sonderbar-50518622289/),  wir freuen uns riesig darauf.“ (Karten unter www.koelnticket.de

Manu Chehab, 44 Jahre alt und interessiert in Philosophie, studierte zeitgenössische französische Literatur und war später sieben Jahre als Lehrer tätig, bevor er sich ganz der Musik widmete. Gegründet wurde die Band 2013 durch eine eher zufällige Begegnung. „Ich traf Damien Beraudy, einen Toningenieur mit eigenem Studio in Paris.“ Die beiden verstanden sich auf Anhieb. „Wir haben spontan drei Titel aufgenommen, das hat voll eingeschlagen.“ Daraus wurde gleich ein kleines Album gemacht, „und ich habe ihn für meine Band engagiert.“ Zusammen mit einem befreundeten Bassisten und Saxophonisten sowie einer Nachbarin, die den Gesang übernahm, wurde das erste Konzert auf die Beine gestellt. „Das war total aufregend, die Leute waren begeistert.“ Danach kam noch Drummer Stéphane Pijeat zur Band und ELEKTRAUM war komplett. „Er passt perfekt zu unserer Musik, kann wunderbar Jazz, Rock und Dub-Musik spielen.“ 

Manui Chehab kreierte mit ELEKTRAUM eine völlig neue Musikrichtung, alle Songs schreibt er selber. “Cinematic Oriental Post Dub – diesen Stil haben wir bei Aufnahme unseres Albums entwickelt. Unsere Musik wird von vielen anderen Seiten beeinflusst, das kann man nicht unter eine bekannte Richtung packen.“ Elektro, Psychedelic mit orientalischem Einfluss – die Songs verbreiten gleich eine spezielle und packende Atmosphäre. Mit dem ersten Album „Inward“ haben sie eine Marke gesetzt, das zweite Album ist in Arbeit. „Wir wollen auf dem Sound aufsetzen, den wir im ersten Album entwickelt haben.“ Ein paar neue Songs wollen sie in der Sonderbar vorstellen und schauen, wie sie beim Publikum ankommen. 

ELEKTRAUM machen zwar elektrische Musik, doch sie nutzen dazu klassische Instrumente. Keyboards, Gitarre, Bass und Schlagzeug – eigentlich besetzt wie eine klassische Rockband. „Wir nutzen dabei alle Effekte, die unsere Instrumente hergeben, das gibt dann einen verrückten und rockigen Sound.“ Manu Chehab selber spielt die Oud, eine klassische arabische Gitarre, die er genau wie seine E-Gitarre selber zusammengebaut hat, und erzielt damit ganz individuelle Klangeffekte. Insgesamt ist Manu Chehab zufrieden mit dem, was er bisher geschafft hat. „Wir haben unseren eigenen Musikstil gefunden. Genau das war mein Ziel bei Gründung der Band, einen Stil, den man nirgendwo findet und nirgendwo einordnen kann, eben etwas ganz Neues.“ 

Die Musik von ELEKTRAUM findet man zunächst auf den gängigen Streamingportalen, bei YouTube (https://www.youtube.com/watch?v=eECF4DkhP4I) oder als CD per Online-Store. Das Besondere ist aber die Vinyl-Edition. Das Cover wurde exklusiv von Philippe Caza gestaltet und entfaltet auf der Vinyl-Hülle eine besondere Wirkung. „Vinyl bietet ein ganz besonderes Erlebnis. Schon das Cover ist ein Kunstwerk an sich, einen so tollen Sound hinzubekommen, ist ein ganz spezieller Prozess.“ Das ist hörenswert. Das Vinyl-Album gibt es in Deutschland exclusiv im Silvertone Recordstore in Köln, Ritterstraße 50. Man kann dort natürlich auch vorab reinhören.

 

 

Manu Chehab zaubert an der selbst zusammengebauten Oud.

 

 

Eike Helm – Vinyl aus Leidenschaft

Den ganzen Tag seine Lieblingsmusik hören – Eike Helm hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Ein normaler Job? Das kam für Eike Helm nie in die Tüte. „Ich habe mein Leben lang mit Musik zu tun gehabt und Platten oder CD’s verkauft.“ Als der letzte Arbeitgeber sein Plattengeschäft geschlossen hatte, machte Eike Helm kurzerhand einen eigenen Laden auf. Seine teure Stereoanlage mit Röhrenverstärker und einem extrem hochwertigen Plattenspieler nahm er mit in das Geschäft an der Ritterstraße 50, renovierte das Ladenlokal und stellte eine Auswahl von Langspielplatten in die Regale – exakt sortiert, so dass jeder seine Lieblingsstücke sofort findet. „Jazz, Blues und Soul sind wie gemacht für Vinyl“, ist Eike Helm überzeugt. „Ich verkaufe nur, was mich selber fesselt.“ Dass er offen für Neues ist, beweist sein Engagement für die junge französische Band ELEKTRAUM. Eine ganze Regalreihe ist mit deren neuem Album Inward gefüllt, „das verkauft sich wirklich gut.“ Eike Helm hat seine Stammkunden, wer dazu gehören möchte, ist herzlich willkommen. Dann wird erstmal über Musik und Röhrentechnik gequatscht – und ja, eine Vinylplatte kann man natürlich auch noch mitnehmen. (https://www.facebook.com/silvertonerecordstore/)