Martin Schlüter, 44 Jahre, Familienvater, Gastronom, zusätzlich im Event- und Weinbereich tätig, reichlich FC-verrückt. 

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Was verbindet Sie mit dem Kölner Süden?

So vieles. 

Die Südstadt ist seit je her DAS besungene Veedel, und wenn man genau hinschaut ist vieles immer noch heimelig und gelungenes Miteinander. 

Zusätzlich ist der Rhein im Kölner Süden am schönsten und als einer von wenigen Südstädtern bin ich ein großer Freund des neuen Rheinauhafens. 

Wo ist Ihr Lieblingsveedel und warum?

Südstadt, Lindenthal. Bzgl. Südstadt s. o.

In Lindenthal liebe ich das Familiäre, das viele Grün und die Nähe zum Stadion ;-). 

Allerdings ist der Kölner Westen gastronomische Diaspora. 

Was können Sie zur Vergangenheit im Kölner Süden sagen?

Ich bin als Student 1993 aus dem Siebengebirge in die Südstadt gezogen und wollte nie wieder weg. Mein damaliger Vermieter sagte damals „hier ist Köln am meisten Köln“ und das empfinde ich noch heute so. 

Sind Sie ein Karnevalsfreund, mögen Sie die fünfte Jahreszeit und verkleiden Sie sich? Wenn ja als was…

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Zu 1823 % ja. 

Meine Eltern kommen zwar aus Norddeutschland, aber ich war schon als kleine Fetz in der fünften Jahreszeit hibbelig und jeck. 

Am liebsten verkleide ich mich als Räuber, Clown oder natürlich Offizier der Bürgergarde blau-gold. Das ist dann aber natürlich keine Verkleidung sondern Herzenssache. 

Sind Sie in einem Verein oder engagieren Sie sich ehrenamtlich aktiv?

Ich bin neben meinem Engagement im Karneval, Fußball-Jugendtrainer beim SC Blau-Weiß Köln.

Wo finden Sie es richtig schön im Kölner Süden? Wo halten Sie sich gerne auf?

Ich liebe so vieles, aber spontane Favoriten sind der Volksgarten, die Riviera in Rodenkirchen, die Severinsstraße & auf jeden Fall die Alte Liebe im Rhein. 

Was gefällt Ihnen im Kölner Süden überhaupt nicht? Was nervt? Wo sind für Sie Schandflecke?

Fahrradfahrer mit Helm, die mitten auf der Fahrbahn fahren :-).

Mir ist manches zu alternativ und der Versuch mancher Protagonisten in der Südstadt kommerzielle Dinge zu kritisieren oder gar in Frage zu stellen, wie das wundervolle Strassenfest auf der Bonner Straße oder den Weihnachtsmarkt auf dem Chlodwigplatz. 

Wo ist Ihr Lieblingslokal und warum?

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Außer natürlich meinem Lokal Volksmund, das Alte Brauhaus, das Wippn´bk und das wunderbare Café Sur. 

Was fehlt Ihnen im Kölner Süden?

Eine gute Fußballkneipe, wenn das Filos ab kommender Saison leider nicht mehr den FC überträgt.

Und was finden Sie ist einzigartig hier?

Das Flair. Sowie janz Kölle definitiv „ein jeföhl“ gibt es gewisses Südstadt-Feeling, was es hier so liebens- und lebenswert macht. 

Über wen, würden Sie gerne etwas aus dem Kölner Süden erfahren?

Nichts spezielles. Ich bin ja ein heimlicher (harmloser :-)!!) Voyeur, wenn ich irgendwo vorbei laufe, würde ich immer zu gerne wissen, wie es drinnen aussieht. Und dann ganz egal ob Hahnwald-Villa oder Einzimmer-Apartment. 

Grundsätzlich bin ich neugierig auf alle Menschen. 

Welche Worte würden Sie gerne den Menschen mit auf den Weg geben?

Zu den aktuellen Zankereien in der Südstadt rund um Events, Lärm und Vermarktung von Veranstaltungen „Lääve und lääve losse. 

Etwas weniger Zeigefinger und triefende Moral täten allen Seiten gut. Und man soll den Leuten bitte nicht vorschreiben, was die „gute“ oder „richtige“ Südstadt ist. 

Und was sind Ihre Zukunftsgedanken an Ihr Stadtgebiet?

Obacht bei Gentrifizierung, aber bitte auch kein „früher war alles besser“.