Wer sind Sie? Erzählen Sie uns bitte etwas über sich.

Mein Name ist Mike Homann, ich bin 42 Jahre alt, verheiratet, habe 4 Kinder und einen Hund. Ich bin seit nunmehr 15 Jahren als Rechtsanwalt im Kölner Süden selbständig und bin der Bezirksbürgermeister in unserem wunderschönen Kölner Süden.

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Foto: privat

Was verbindet Sie mit dem Kölner Süden?

Ich bin im Alter von 13 Jahren von Duisburg nach Sürth gezogen und habe hier meine Jugend verbracht. Ich habe hier mein Abitur gemacht, studiert, geheiratet, mich selbständig gemacht und 4 zauberhafte Kinder bekommen. Das verbindet schon ein wenig.?

Wo ist Ihr Lieblingsveedel und warum?

Ich mag jedes Veedel auf seine Art, aber sicherlich fühlen sich Sürth, Weiß und Rodenkirchen ein bisschen mehr nach Heimat an als Veedel, in denen ich noch nicht gewohnt habe.

Was können Sie zur Vergangenheit im Kölner Süden sagen?

Wie oben beschrieben, lebe ich seit 29 Jahren hier. Ich komme ein bisschen rum und es gab bisher kein Fleckchen Erde, auf dem ich lieber wohnen würde!

Sind Sie ein Karnevalsfreund, mögen Sie die fünfte Jahreszeit und verkleiden Sie sich? Wenn ja als was…

Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten, wenn man als Immi egal welchen Alters nach Köln kommt. Entweder man infiziert sich mit dem Karnevalsvirus oder nicht. Ich gehöre zu denen, die sich sehr stark infiziert haben. Ich liebe den Karneval und habe insbesondere durch mein Amt viele Karnevalisten kennen lernen dürfen. Das  Engagement, was hier im Karneval eingesetzt wird, um anderen Menschen eine Freude zu machen ist sensationell. Ein bestimmtes Kostüm habe ich aber nicht.

Sind Sie in einem Verein oder arrangieren Sie sich ehrenamtlich?

Ich bin wie oben beschrieben Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks mit über 100.000 Einwohnern und obwohl es viele nicht für möglich halten würden…es ist ein unbezahltes Ehrenamt. Zudem bin ich 2. Vorsitzender des Turnverein Rodenkirchen 1898 e.V. und des Stadtbezirkssportverband 2. Darüberhinaus bin ich Vorsitzender des SPD Ortsverein Sürth-Rondorf-Meschenich und Stadtbezirksvorsitzender der SPD.

Wo finden Sie es richtig schön im Kölner Süden? Wo halten Sie sich gerne auf?

Der Stadtbezirk hat viele schöne Ecken. Ich finde es sehr beruhigend, mich am Rhein aufzuhalten und mit meinem Hund durch den Weißer Rheinbogen zu spazieren. Sportliche Aktivitäten im Forstbotanischen Garten/Friedenwald sind ebenfalls sehr schön.

Was gefällt Ihnen im Kölner Süden überhaupt nicht? Was nervt?  Wo sind für Sie Schandflecke?

Die Liste, was mir nicht gefällt, ist leider auch sehr lang. Ich hätte gerne mehr Kitas, mehr Schulen und einen besseren ÖPNV. Wir brauchen eine Jugend- und Sportförderung, die ihren Namen verdient. Der Sürther Bahnhof wird zum Glück endlich angepackt und von den Problemen in Meschenich und Godorf bekommt der Rest des Bezirks und insbesondere der Rat der Stadt Köln leider auch nicht soviel mit. Ich kämpfe deshalb sehr für die politische und verwaltungstechnische Stärkung der Bezirke. Ich glaube einfach, dass Entscheidungen tendenziell besser sind, wenn der Politiker, der sie trifft, zumindest die örtlichen Gegebenheiten kennt.

Wo ist Ihr Lieblingslokal und warum?

Ich habe kein Lieblingslokal und genieße die Vielfalt der Gastronomie in unserem Bezirk.

Was fehlt Ihnen im Kölner Süden?

Wie oben schon erwähnt, ist das eine ganze Menge. Aber im Grunde versuche ich mit den Mitgliedern der BV die vorhandenen Strukturen zu erhalten und zu verbessern und dem wachsenden Bedarf an Infrastruktur nachzukommen.

Und was finden Sie ist einzigartig hier?

Ich kann das schlecht beurteilen, da ich fast mein ganzes Leben nur hier verbracht habe. Aber ich glaube, dass die Kombination aus geographischer Lage mit viel Grün und dem Rhein, den zum Teil noch dörflichen Strukturen und der sehr offenen Art der hier lebenden Menschen schon sehr außergewöhnlich ist. Ich bin heute noch begeistert, dass sich 30 Minuten, nachdem ich in der Rodenkirchener Facebook Gruppe gefragt hatte, ob jemand mir einen Rollstuhl für meine Tochter leihen könnte, 3 Bürger gemeldet haben und mir helfen konnten. Der Zusammenhalt in den Veedeln ist schon etwas Großartiges – insbesondere in der heutigen Zeit.

Über wen, würden Sie gerne etwas aus dem Kölner Süden erfahren?

Es gibt viele Menschen, die ich viel näher kennenlernen und mehr über sie erfahren möchte. Manchmal ist das aber auch ein Zeitproblem.

Welche Worte würden Sie gerne den Menschen mit auf den Weg geben?

Man sollte sich selber nie zu Ernst nehmen und möglichst viel lachen!

Und was sind ihre Zukunftsgedanken an ihr Stadtgebiet?

Leben ist Veränderung! Das gilt auch für den Stadtbezirk. Wir sollten bei all dem Wachstum alles dafür tun, die positiven Dinge zu erhalten und die negativen Dinge zu minimieren.