Menschen ohne Kleiderschrank

In Köln haben wir immer mehr Menschen, die einsam sind oder keinen festen Wohnsitz haben, viele leben permanent auf der Straße. Die Gründe für ihre Wohnungs- und Obdachlosigkeit können unterschiedlicher nicht sein, stellen aber immer ein besonderes Schicksal dar. Dazu kommen in jüngster Zeit immer mehr bedürftige Menschen, die, aus welchem Grund auch immer, durch das soziale Netz gefallen sind. Arbeitslosigkeit, Altersarmut und Corona machen das Leben nicht leicht. Als Menschen am Rand der Gesellschaft zu stehen, ist extrem bitter. Was dazu kommt und was fast alle gemeinsam haben: Ihnen fehlt nicht nur Geld, ihnen fehlt oft Wertschätzung und Integration in die Gesellschaft, genauso wie ein gutes Gespräch, ein respektvoller Umgang und nicht zuletzt menschliche Wärme. Ein liebes Wort, das Angebot der Hilfe nach Bedarf oder sogar eine dauerhafte Unterstützung in Form eines regelmäßigen Treffens, all das ist für viele Menschen ein großer Wunsch. Wir von der Kölner Stadtteilliebe bitten deshalb darum, wenn Sie merken, es geht jemandem nicht gut, sprechen Sie Ihn doch einmal an. Auch können Sie sich an uns wenden, wir unterstützen die unterschiedlichsten Organisationen und vermitteln gerne. Das natürlich für beide Seiten diskret, verschwiegen und vertrauensvoll. Zusätzlich starten wir eine neue Sammelaktion, diesmal für Hygieneartikel. Dringend werden zurzeit Duschgel, Seife, Haarshampoo, Nagelbürsten, Zahnpasta und -bürsten, Deo, Taschentücher, Kamm und Bürste sowie Feuchttücher und (Körper-) Creme gebraucht – gerne in einem schönen Kulturbeutel. Auch benötigen viele Frauen Tampons oder Binden und die Herren Rasiersachen. Diese oft teuren Produkte sind gerade für mittellose Menschen purer Luxus, den sie sich nicht leisten können. Wir wollen zeigen, dass wir zusammenhalten und haben freitags bei der WISÜ in Michaelshoven von 15-18 Uhr eine Sammelstelle bis Ostern eingerichtet.