Raderberg und Raderthal feiern zusammen ein Straßenfest.

Die Interessengemeinschaft „RADERBERG und -THAL e.V. – Veedel für alle“, organisierte ein Straßenfest in seiner Ursprünglichkeit. Haare schneiden auf der Straße, Bogenschießen in der Garagen-Einfahrt und Schach spielen bei voller Konzentration am Straßenrand.

Das Straßenfest fand erstmalig auf der Brühler Straße statt, woran sich nicht nur die Vereine beteiligten, sondern auch die Geschäfte. So gab es neben heiligem Honig aus dem Kloster ein breites Angebot aus den verschiedensten Bereichen. Das Hundeartikel-Fachgeschäft präsentierte sich genauso wie das Seniorenzentrum und das Autohaus. Im Eiscafé gab es sogar einen speziellen Straßenfest-Becher und der Imbiss sorgte mit Tischen und Bänken für eine Biergarten-Stimmung.

Stark vertreten waren die Vereine. Die Pfadfinder zum Beispiel saßen an einer großen Feuerschale und produzierten Stockbrot. Die Ampelmännchen klärten die Kinder spielerisch auf bei „grün darfst Du geh’n, bei rot bleibst Du steh’n“. Auch das Fahrrad-Theater war mit seinem Bauchtheater dabei und begeisterte Groß und Klein mit den unterschiedlichsten Vorstellungen. Auch die Kirche, die Tanzschule und die ortsansässigen Sportvereine waren mit tollen Ständen und Präsentationen aktiv dabei.

Fragen warf natürlich der Tannenbaum im Sommer am Orgazelt auf. Was hatte es damit auf sich?

Heute feiern und an morgen denken. Der Aufruf im Veedel war: Wer hat Weihnachten noch einen Platz am Tisch frei und würde eine alleinstehende Person bzw. Personen einladen, die an den Feiertagen gerne die Geselligkeit leben möchte.

Wer hat Lust in der Vorweihnachtszeit zu brunchen, zu backen oder den Weihnachtsmarkt zu besuchen?

Es gibt viele Senioren, Alleinerziehende oder Singles, die Weihnachten eine schwere Zeit haben, daran wurde jetzt im Sommer schon erinnert und gebeten, Gastgeber zu sein. Rege wurden die Einladungskarten ausgefüllt. Darauf konnte man eintragen, ob man ein Gastgeber oder ein Eingeladener sein möchte. Man konnte eintragen, ob es im Advent, an Heiligabend, am ersten Weihnachtstag oder der Sylvester sein sollte. Ob man Tiere mag und Kinder, ob man barrierefrei wohnt und wie die Einladungsstätte zu erreichen ist. Gemeinsam ein Veedel gestalten und Nachbarn verbinden. Genau das war der Gedanke und dieser wurde mit großem Interesse angenommen. Auch ein Gewinnspiel fand statt, bei dem alle Gewinne aus Raderthal und Raderberg kamen. Zu spielen gab es übrigens einiges, Ritterspiele, Entchen angeln, pokern und Schach war neben den sportlichen Angeboten eins der heiß-begehrtesten Nachfragen. Tanzen, singen und Theater alles war an diesem Tag vertreten und die Resonanz war mehr als gut, um 15:00 Uhr war die Straße so proppenvoll, womit niemand gerechnet hätte. „Heute sind so viele Feste, doch bei uns ist bestimmt am meisten los“ lächelte Sabine Pützkaul, die bereits den ganzen Tag unterwegs war. „Hier trifft man wirklich die Leute aus dem Veedel bzw. die Menschen, die an Raderberg und -thal interessiert sind. Selbst am Samstagabend wurde bis 22 Uhr gefeiert, dann haben alle zusammen aufgeräumt und sich für den nächsten Tag verabredet.“

Der Sonntag war dann so gut besucht, dass die Kuchenstände schon früh komplett ausverkauft und am katholische Puzzlestand die Schlangen so lang waren, dass sogar Getränke gereicht wurden. Trotz des Andrangs war es ein Straßenfest in der Ursprünglichkeit: Entspannt, wertig und mit dem festen Wunsch nach Wiederholung.

 

 

 

 

 

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