Mit Hunden gehen wir täglich raus in den Wald – mit Kindern sollten wir das auch….

Kinder sind heute oft voll durchorganisiert, haben oft keine Freizeit und gehen von Therapeuten zur Nachhilfe, vom Sportclub zur Früherziehung und vom Ernährungscoach und zum Sprachkurs, obwohl Kinder spielend lernen. Aber wir lassen sie nicht. Schon gar nicht, wenn das Wetter draußen unschön wird.Kindern bleibt oft keine Zeit für eigene Ideen, Kinder haben kaum Zeit mit Mutter und Vater – geschweige denn anderen Familienangehörigen und Freunden. Und jetzt kommt noch Corona dazu und alle sind noch mehr in Hetze, dabei ist gerade jetzt die gemeinsame Zeit so wichtig. Aus der Freizeit werden das Spiel und die Gespräche immer mehr verdrängt. Dafür werden gutgemeinte teure Freizeitaktivitäten sowie Therapien und Nachhilfen immer mehr und die Kinder vollkommen fremdbestimmt. Für Kinder bleibt heute nur wenig Zeit, sich selbst zu entfalten, auszuprobieren und ideenreich zu werden. Kinder lernen oft nicht innerhalb der Familie, sondern auf Termin von hochbezahlten Fachkräften. An Schulen wird gespielt. In der Freizeit wird gefördert. Dabei wirkt sich das negativ auf ihre Psyche aus. Kinder sind heute schon gestresst, und haben starke körperliche Anzeichen, freies Spielen könnte dabei ein richtiges Wundermittel sein. Doch viele Eltern sehen nicht, dass Kinder im Spielen wichtige Grundlagen lernen: Flexibilität, Kreativität, Empathie, Sozialkompetenz und Zeitmanagement wird nämlich spielend gefördert. Eigenverantwortung, sich auf etwas zu konzentrieren und dass sie selber etwas bewirken und schaffen können, ist für Kinder so wichtig. Auch lernen Kinder durch das Umfeld und von Freunden und Erwachsenen. Doch Eltern organisieren oft einfach alles und haben verlernt, das Rausgehen ohne Ziel und ohne geplante Vorhersehung, die schönsten Möglichkeiten bieten. Im Wald, bei einem Spaziergang, auf dem Radweg, auf den Spielplatz, auf den Bolzplatz, es gibt so viel zu erleben, man muss es nur sehen. Glauben auch Eltern, das wäre ihren Kindern zu langweilig, irren sie sich, gerade dort wird aus angeblicher Langeweile Kreativität und die genaue Wahrnehmung gefördert. Das Spiel draußen, beinhaltet Bewegung, an der es vielen Kindern mangelt. Kinder sollten raus, beim Nachbarskind spontan läuten, obwohl das keine verbreitete Praxis mehr ist. Leider verabreden die Eltern ihre Kinder via Smartphones und Terminplan, weil auch sie voll durchgetaktet sind, statt es den Kindern zu überlassen, was und mit wem sie die Freizeit erleben möchten.  Eltern müssen lernen, sich nicht ständig einzumischen und sollten Kindern Freiräume schaffen. Erschreckend, viele Kinder haben nicht einen Nachmittag frei.  Eltern sollten einmal zurückdenken an ihre schönste Zeit als Kind. Das war sicher nicht an einem Schreibtisch, sondern mit einem Freund oder Familienteil bei einer spontan überlegten Aktivität. Auch sollte einmal überdacht werden, was Kinder nicht lernen fördert das Jugendliche später nicht wissen, wie sie sich beschäftigen können. Wer mit sich nichts anzufangen weiß, lässt sich eher von digitalen Medien einlullen und hängt einfach nur ab.