Musik im Alten Pfandhaus – Jesse Cook begeisterte die Zuhörer

Der kanadische Gitarrist und Komponist Jesse Cook besuchte im Rahmen seiner Europa-Tournee auch die Kölner Südstadt. Musikalisch bietet Cook eine schwer zu fassende, aber fantastische Mischung aus Flamenco, Rumba, Jazz-Elementen und weiteren Ideen. An seiner Seite spielten Chris Church, Nicholas Hernandez, Chendy Leon und Dennis Mohammed. Alle fünf Musiker brachten ihre Instrumente, ein perfektes Set, großartigen Sound und sichtbar gute Laune mit. Nach dem ersten Song begrüßte Cook die Gäste mit dem Kommentar, dass er noch nie in Deutschland und schon gar nicht in der Kölner Südstadt gewesen sei – und im Übrigen dürften die Zuhörer nicht nur klatschen, sondern gerne auch aufstehen und tanzen, lachte Cook sympathisch.

Im Verlauf des Abends taten diese genau das: Aufstehen und tanzen. Denn die Musik war ansteckend und bezaubernd. „Das ist eine Band, die wirklich Weltklasse ist“ kommentierte beispielsweise die Kölner Autorin Carla Berling kurze Zeit später auf ihrem Facebook Account. „Die Gäste lachten vor Glück, es war ein wunderbarer Abend“, so Berling. Mit Geige, Flöte, Bass, Rhythmusgitarre, Percussions und Schlagzeug erzeugten die Musiker einen wirklich guten Sound im Alten Pfandhaus. Für das Ensemble war der Besuch Premiere in Köln, auch die Europa-Tournee ist die erste dieser Art – aber hoffentlich nicht die letzte.

Cook verkaufte bereits über 1,5 Millionen Tonträger. Er wurde 1964 in Paris geboren, seine Eltern waren der Fotograf John Cook und TV-Regisseurin Heather Cook. In seiner Kindheit sammelte Cook in Barcelona Eindrücke von Flamenco-Musik, diese Einflüsse kann man noch deutlich hören. Später zog er nach Kanada und besuchte dort die Eli Kassner Guitar Academy in Toronto und das Royal Conservatory of Music.

Seinen Durchbruch erlebte der Musiker 1995 beim Catalina Jazz Festival in Kalifornien, bei der er mit einer 10-minütigen Ovation noch vor Spielbeginn empfangen wurde. Jesse Cook wurde bereits mehrfach für die die Juno Awards nominiert. Seinen dabei bisher größten Erfolg erzielte er 2001, als sein Album Free Fall in der Kategorie „Best Instrumental Album“ als Gewinner hervorstach – wer die Musiker verpasst hat, kann sich auf Cooks Internet-Seite einen Eindruck dieser außergewöhnlichen Musik verschaffen: www.jessecook.com

Text und Foto tj